Fahrbericht: Der 7er Golf GTI nach dem Update

VW hat mich Anfang Februar nach Mallorca eingeladen um mir und vielen anderen Journalisten aus ganz Europa den neuen Golf zu präsentieren. Das beliebteste Fahrzeug des VW-Konzerns auf der beliebtesten Insel der Deutschen, das war das Motto. Die Reise hat sich gelohnt, nicht nur weil ich zum ersten Mal in Mallorca war. Es war anstrengend, weil der Wecker früh morgens um 3.45 Uhr schon loslegte, aber der neue Golf und vor allem das Ambiente war den Einsatz wert.

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VW hat nicht gespart und nicht nur Dutzende von Golfs sondern auch feines Essen und eine tolle Übernachtung aufgetischt. Die Volkswagen-Crew machte einen tollen Job und hat uns Journalisten fast jeden Wunsch von den Augen abgelesen.
Der Golf selbst ist natürlich nicht ganz neu, er erhielt aber ein umfassendes Facelift und VW nennt das Auto nun VW Golf 7 Update. Beim Update hat VW aussen vor allem der Form halber einige Erneuerungen hinzu gefügt und das ganze noch etwas besser gemacht, im Innern aber da geht die Post ab. Nicht bei den Sitzen, Schaltknauf oder dem Lenkrad, das ist alles wie immer. Bei der Elektronik und den Anzeigen und den Schaltern, da hat man umfassend modernisiert und vieles komplett erneuert.

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Neu gibt es ein digitales Armaturenbrett. Das kennt man schon aus anderen Fahrzeugen und VW hat da nicht die Welt neu erfunden, im Golf kommt das aber ganz gut. Das Active Info Display zeigt verschiedene Ansichten und im Navigationsmodus sogar die Fahrtrichtung und das Navi in der Mitte zwischen Tachometer und Drehzahlmesser. Rechts in der Mitte ist der grosse Monitor nun mit einer Gestensteuerung ausgestattet und VW nennt das praktisch, ich hingegen sage dem Innovation Pur! Endlich einmal kann ich das Display während der Fahrt ansteuern und muss nicht mühsam einen 5 mm grossen Button treffen. Ich kann wischen und die Funktionen einstellen die ich benötige. Dabei erkennt das Display meine Bewegungen und das funktioniert ganz gut. Vorbei ist das Danebentippen auf dem Display und das mühsame zurücktippen ins Menue während der Fahrt.

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Aber eigentlich will ich hier nicht über das ganze Innenleben sondern über den Golf GTI und die Fahrten mit dem Renner erzählen. Denn als es am Flughafen in Mallorca um die Auswahl der Fahrzeuge für den ersten Turn ging, wollte ich mich unbedingt zuerst mit dem GTI beschäftigen. Wohl etwa 10 Jahre lang hatte ich keinen Golf mehr gefahren, der GTI sollte mir den Widereinstieg versüssen.
Das hat er natürlich, denn nicht nur die ansprechende Farbe ‚Tornadorot‘ sondern auch die perfekten Sitze und die gute Sitzposition überzeugten auf Anhieb. Nach dem Update hat der neue Golf GTI nun 230 PS, ein Zuwachs von 10 Pferdchen. Später wird es noch einen GTI Performance geben, der soll dann 245 PS erhalten. Wer auch immer findet diese 10 oder 25 PS mehr machen einen grossen Unterschied, Hut ab, ich glaube nicht das ich den Unterschied im Fahren von A nach B wirklich erleben und ausmachen kann.

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Der getestete Golf 7 GTI Update hat nun nicht nur 230 PS sondern auch ein neues DSG-Getriebe mit 7 Gängen und mit diesem hat VW einen guten Job gemacht. Die Schaltungen erfolgen im kalten Zustand etwas weniger schnell als im warmen und damit hat mich die Arbeit der Programmierer bereits überzeugt. Denn wenn man ein kaltes Auto bewegt, soll das sachte erfolgen, damit Motor und Getriebe sich einspielen können.
Nach wenigen Metern im neuen Golf GTI konnte ich mich gut zurechtfinden, der Motor liefert mir die Kraft die ich abrufen möchte und das DSG schaltet ungefähr dort wo ich auch schalten würde. Ausser im Sportmodus, dort findet VW dass ein Golf GTI mit 90 km/h im vierten Gang ganz gut unterwegs ist. Dem kann ich nicht folgen, zumal man in Mallorca dann die erlaubte Reisegeschwindigkeit auf Landstrassen erreicht hat. Mehrere Male wollte ich dann in den fünften, sechsten oder siebten Gang schalten und weiter zockeln, das Sportprogramm hat dann immer zurück geschaltet. Damit war dann auf den langen Geraden in Mallorca die Herausforderung vor allem jene, die Programmierer auszutricksen. Denn im Sportmodus von Hand in den siebten Gang schalten konnte nur gehalten werden, wenn man das Gaspedal alle drei Sekunden betätigte. Leichte Bewegungen am Gas verhinderten, dass der Sportmodus bei 97 km/h in den vierten Gang zurück wechselte und wenn man da immer wieder leichte Bewegungen ausübt, bleibt der höhere Gang drinnen.

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Da ich auf langen Geraden eher der Gleiter bin, habe ich den Sportmodus sehr oft auch wieder raus genommen, dieses hochtourige Fahren in Mallorca fand ich nicht ganz angebracht. Aber natürlich gibt es Pässe an denen man sich genau diese hochtourige Einstellung wünscht, wo man froh ist wenn man in engen Kurven vom ersten oder zweiten Gang aus hoch drehen kann. Der GTI wäre dann voll in seinem Element und er passt deshalb bestens in die Schweiz, keine Frage.

Insgesamt war ich aber beeindruckt von den Verstellmöglichkeiten, die der GTI bietet. Denn der Sportmodus ist um einiges kräftiger und straffer als der Eco-Modus und beide für sich haben ihre eigenen Einstellungen. Das Fahrwerk kann nicht nur einiges aushalten, es sagt dem Fahrer auch wie die Fahrbahnbeschaffenheit ist. Die exakte Lenkung ist direkt ansteuerbar und VW hat Gutes behalten und fein dosiert verbessert.

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Der getestete GTI hatte adaptive Stossdämpfer und das war gerade auf den spanischen Strassen eine wahre Freude. Querrillen waren deshalb nicht so gut zu spüren wie diese auf der Strasse verteilt waren und der Golf hat sich in Kurven und auf rasanter Fahrt von seinen besten Seiten gezeigt.

www.vw.ch

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