Opel kann den Ampera-e nicht ausreichend liefern

In Deutschland wird derzeit heftig über den Marktstart des Opel Ampera-e diskutiert, denn das neue Elektroauto wird in den höchsten Tönen gelobt. Auch ich kann dem Opel nur gutes zusprechen, der Ampera-e hat einiges auf dem Kasten und hat mich bei meiner Testfahrt begeistert. Die 520 Kilometer NEFZ-Reichweite stehen recht gut im Raum und ich denke solch eine Reichweite kann man nach einigen Wochen mit dem Fahrzeug erzielen.
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Nicht umsonst ist der Ampera-e derzeit das Vorzeigemodell unter den Elektroautos. Leider hat Opel nun das Problem, dass der Wagen bei General Motor in den USA produziert wird und dort auch als Chevroet Bolt im Markt ist. Weil der Bolt in den USA gut angekommen ist und Opel bald in die Hände von Peugeot übergeht, gibt es nun beim Opel Ampera-e in Europa Lieferprobleme.

In Deutschland wurde der FAZ.net nun zugetragen, dass es gerade mal 100 neue Ampera-e geben wird, zur Lancierung im Herbst und bis Ende Jahr. Das ist dramatisch wenig, denn die 44 Händler welche den Ampera-e verkaufen dürfen, benötigen ja schon jeweils 2 Fahrzeuge. Schon vor einer Woche haben einzelne Händler diese Zahlen kolportiert und für Erstaunen gesorgt, bei Opel hat man dazu aber nicht konkret Stellung bezogen.

Auch in der Schweiz konnte man bei Opel noch nicht viel sagen, hält die Zahl von 100 Fahrzeugen bis Ende Jahr in Deutschland aber eher für ein Gerücht.
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Gesichert ist derzeit, dass Chevrolet in den USA schon 4963 Bolt verkauft hat, seit der Bolt im Dezember lanciert wurde. Dammit liegt man weit hinter den Plänen zurück, denn eigentlich wollte man im ersten Quartal 2017 schon eine 5-stellige Zahl erzielen. Unbestätigt bleibt bislang die Berechnung amerikanischer Tech-Insider, die haben ausgerechnet, das General Motors derzeit an jedem Bot EV oder Ampera-e 9000 Dollar Verlust macht. Entsprechend gering dürfte denn auch das Interesse sein, mit dieser Kalkulation 100’000 oder mehr Fahrzeuge zu bauen. Man darf aber davon ausgehen das die ersten 5’000 bis 10’000 Fahrzeuge langsam und als Null-Serie produziert werden, entsprechend liegen die Produktionsmengen und -Kosten weit weg vom Idealwert.

Bislang wird der Ampera-e nur in Norwegen angeboten und die Märkte werden erst nach und nach eröffnet. In der Schweiz soll der Marktstart per 20. August erfolgen, die ersten vier Autos sind nun aber in der Schweiz mit Journalisten und bei Händler-Anlässen unterwegs. Der Preis startet bei 41’900.- CHF und das Angebot kann sich sehen lassen. In der ersten Welle wird es in der Schweiz 20 lizenzierte Händler geben, die sich für den Ampera-E Qualifizieren müssen.


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