Amag sieht sich beim Update der EA189 Dieselmotoren auf Kurs

Diese Woche hat die Amag betont, dass man in der Schweiz über 98% der VW-Modelle und 95% aller Konzern-Marken mit dem EA189 Dieselmotor mit dem Softwareupdate ausgestattet hat. Das Ziel, den Rückruf der Dieselmotoren aus dem Abgasskandal bis Ende 2017 abgeschlossen zu haben, wurde damit im eigentlichen Sinn erreicht.

Für alle betroffenen Modellvarianten gibt es ein Softwareupdate. Die AMAG hat alle rund 175’000 Kunden zu einem kurzen Werkstattbesuch eingeladen. Die grosse Mehrheit hat diese Einladung angenommen, einige wenige jedoch trotz mehrfachen Einladungen noch nicht. Grundsätzlich kann heute aber attestiert werden, dass die Rückrufaktion erfolgreich war. Am Ziel, 100% Umrüstungen zu erreichen, hält die AMAG fest. Die AMAG hat Autonews auf Nachfrage auch bestätigt, dass nicht wir zu Beginn des Skandals bekannt wurde 180’000 Fahrzeuge in der Schweiz betroffen sind.

Zitat AMAG:
„Im Herbst 2015, als die Dieselthematik aufgekommen ist, hat die Volkswagen AG zusammen mit den Behörden für den Markt Schweiz rund 175’000 Fahrzeuge evaluiert, die betroffen sein können. Mittlerweile wissen wir, dass es effektiv rund 172’000 Fahrzeuge waren, die effektiv in der Schweiz zugelassen sind oder waren.

Im Laufe der letzten zwei Jahren, als wir den Rückruf umgesetzt haben und noch immer umsetzen, hat sich gezeigt, dass die Anzahl der Fahrzeuge, die ausser Verkehr gesetzt und stillgelegt wurden, laufend zugenommen hat. Aktuell sind das gegen 7’500 der ursprünglichen 172’000 Fahrzeuge. Diese Fahrzeuge wurden verschrottet, exportiert oder sind sonst nicht mehr zugelassen. So hat im Laufe der letzten zwei Jahre die Anzahl der umrüstfähigen Fahrzeuge, die effektiv in der Schweiz zugelassen sind, deren Halter eruierbar sind und angeschrieben werden können, entsprechend verringert. Von diesen sind 98% aller VW-Fahrzeuge, 95% aller betroffenen Marken umgerüstet (Stand 19.12.17 Total knapp 158’000 Fahrzeuge).“

Weil ich kurz vor der AMAG-Mitteilung mit dem Astra die Problematik der fehlenden Rückrufe abgeklärt habe, wurden mir von Seiten des Bundes zuerst andere Zahlen wie die ursprünglichen 180’000 Dieselmotoren genannt, was die Rückrufe betrifft. Inzwischen hat sich das Astra mit der AMAG zusammen auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt und sagt nun, dass insgesamt weniger als 173‘000 Fahrzeuge in der Schweiz betroffen und davon bisher rund 158‘000 umgerüstet worden sind.

Ob die restlichen 7500 Fahrzeuge, welche die AMAG nicht ausfindig machen konnte, wirklich nicht mehr existieren oder allenfalls einfach bei einem Händler stehen und nicht angemeldet sind, ist derzeit unbekannt. Klar ist auf jeden Fall, wer sein Fahrzeug nicht updaten lässt, wird auch in der Schweiz die Zulassung verlieren. Das ist aber ein längerer Prozess weil er über die kantonalen Strassenverkehrs-Aemter geht.

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