SVP-Nationalrat Giezendanner will freie Fahrt für Diesel

Nachdem die Diesel-Diskussion nicht zu Ende ist und wohl noch lange hoch kocht hat sich nun auch der SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner dahingehend geäussert, dass in der Schweiz Fahrverbote für Dieselmotoren bekämpft werden müssen. Er will wenn es notwendig ist auch vor Gericht für die freie Fahrt kämpfen gehen, sagte er in der Aargauer Zeitung am Wochenende. Seine Idee ist eigentlich unkonventionell, er will im Parlament verlangen, dass die Schweiz die Grenzwerte für Dieselmotoren von der EU übernimmt.

Dabei hat der Nationalrat vergessen, dass die EU letzte Woche sehr strenge Auflagen für Lastwagen vorgestellt hat, die Idee ist, dem LKW-Verkehr einen Riegel zu setzen. Heute fahren die meisten LKW nach irgendwelchen Einstufungen die bei der Erstzulassung vergeben werden. Künftig will man da strenger kontrollieren ob die Abgaswerte eingehalten werden. Dann drohen den Transportunternehmen hohe Bussen weil die Fahrzeuge im Realbetrieb vielleicht nicht so sparsam sind wie im Papier.

Die SVP als ehemalige Bauernpartei will aber mit der freien Fahrt für die Dieselmotoren auch klar machen, dass Umweltschutz kein Thema sein muss. Schliesslich ist die Transportfirma von Gietzendanner und alle anderen Autos im Land keine Luftbelastung sondern reine Freude. Der Kanton Genf will bei schlechter Luft trotzdem auf temporäre Fahrverbote setzen, egal was der Nationalrat sagt.


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