Autosalon endet mit weniger Besuchern und Kritik

Der 88. Internationale Automobil-Salon hat am Sonntagabend seine Pforten mit einem Besucheraufkommen von mehr als 660.000 Personen (-4,5 % gegenüber 2017) geschlossen. Die Premieren und die Auftritte der Autohersteller kamen beim Publikum gut an, erstmals seit Jahren gab es aber viel freie Flächen und Stände, die man wohl als Lückenfüller bezeichnen könnte.

Nach den zwei Pressetagen, die rund 10.680 Medienvertreter sowie alle Verantwortlichen der Automobilindustrie aus der ganzen Welt zusammen führten, entdeckte das breite Publikum, den Salon 2018 während 11 Ausstellungstagen.

Die ersten Ergebnisse einer Ausstellerbefragung bestätigen die hohe Qualität der Kontakte. Die Markenvertreter haben die Veranstaltungsorganisation sehr geschätzt und waren mit der Anzahl und Qualität der Besucher zufrieden. 80% der Salonbesucher stehen im Arbeitsleben (Alter zwischen 19 und 64). 38% erklärten, dass sie bis 2020 ein Auto kaufen wollten.

Kritik gibt es an grossen Messen immer wieder und Genf hat den Status einer Leitmesse der Autoindustrie leider etwas verspielt. Eine Lade-Infrastruktur sucht man an der Messe vergeblich, wer mit dem Elektroauto anreist ist auf sich selbst gestellt. Dass an der Messe dann das Thema Elektromobilität immer wichtiger wird, ist nicht ganz durchschaubar, denn die Messe selbst setzt dazu nur einige Fragezeichen. Es ist ein Affront, immer noch einfach auf tiefer, breiter, schneller und sportlicher zu setzen, die Kundschaft ist auch auf der Suche nach alternativen Antrieben und will das Angebot der Tuner und Umbauer nicht mehr unbedingt anschauen. Dass die Emobilität dann neben der Gasbranche steht ist okay aber das dann auch Ferrari dabei steht ist wiederum eher seltsam. Die Messe wird aber sicher weiterhin stattfinden und wenn man sich auf die Hinterbeine stellt, wird man auch wieder zur Leitmesse der Autoindustrie.

Der 89. Internationale Automobil-Salon wird vom 7. – 17. März 2019 stattfinden.

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