Der Ladeprozess an der WAVE 2018 – Abenteuerlich?

An der WAVE 2018 waren 86 Teams an vielen Punkten der Schweiz darauf angewiesen, Strom nachfüllen zu können. Die kleinsten Batterien waren bereits nach 50 km leer, die grössten dann erst nach 800 Kilometer. Die unterschiedlichen Ladesysteme und Steckervarianten brachten das WAVE-Team vor Jahren schon zum Entscheid, nur blaue CE-Stecker mit einphasigem Laden zuzulassen. Damit sind zwar alle Fahrzeuge mit grossen Reichweiten oder grossen Batterien benachteiligt, die Solidarität gebietet aber, jedem Teilnehmer gleich viel Strom zu geben. Leider lassen sich nicht alle Fahrzeuge effizient laden auf diesem Weg.

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Tesla und auch der Opel Ampera-E sind mit einphasigem Laden fast nur zu füllen wenn man zwei Tage Zeit hat, an der WAVE reicht das so nicht. Auch Transporter wie der Renault Kangoo und der Renault E-Master sind auf dieser Basis schlecht nachzuladen.

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Extra-Aufwand bedeutete auch der Einsatz des grossen 16-Tonnen-Lasters von E-Force sowie das Postauto. Das Postauto hatte den Anspruch mit 125 Ampére zu laden, der E-Force lädt mit 32 oder 64 Ampére. Die Verteilung der Fahrzeuge war deshalb durchaus anspruchsvoll, schon im Vorfeld war zu klären wer wo wie nachladen kann. Die Tesla-Fahrerinnen und -Fahrer sandte man dann zum Supercharger, die restlichen Fahrzeuge bekamen die blauen Stecker und wenn es nicht reichte musste man zum Schnelllader.

An diesen Schnellladern machte vor allen der Schreibende mit dem Nissan Leaf II interessante Erfahrungen. Einige Male waren überhöhte Rechnungen die Folge und in Steinhausen bei der AMAG musste man den Schnelllader auf einem abgedunkelten Parkplatz suchen, was aber scheinbar Standard ist für die Zuger. Denn es sei reihum bekannt, dass entweder das Licht oder die Ladesäule abgedreht sei, damit wolle die AMAG verhindern das zu viel geladen wird dort. Früher sei man dort so weit gegangen, dass man die Ladesäule mit E-Golf und Golf GTE blockiert habe, sagen die WAVER aus der Region zur Ladesituation bei der AMAG in Steinhausen, Zug. Mich hat verwundert, dass die AMAG Geld verlangt für das Laden. Der Prozess sei im Frühling eingeführt worden, betonte Dino Graf, Mediensprecher der AMAG auf Anfrage. Scheinbar habe man mit Gratisstrom nicht nur eigene Kunden angelockt sondern immer wieder Fremdmarken die nächtelang die Parkplätze belegten und das geht natürlich nicht.


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