Audi und Hyundai planen Wasserstoff-Kooperation

Audi und Hyundai haben einen gegenseitigen Patenttausch und eine Kooperation bei der Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie angekündigt. Die beiden Unternehmen wollen mit einem Austausch der Stärken und Schwächen die Wege zur Gross-Serie beschleunigen und so der Technik zum Durchbruch verhelfen.

Hohe Reichweiten und kurze Betankungszeiten machen Wasserstoff perspektivisch zu einem attraktiven Energieträger für die Elektromobilität. Zuletzt haben aber viele Unternehmen ihre eigenen Kooperationen aufgegeben, unter anderem haben Daimler, Ford, Renault und Nissan eine Zusammenarbeit beendet und die Technologie als nicht gewinnbringend verschoben.

AUDI entwickelt derzeit die sechste Technologie-Generation der Brennstoffzelle und hat für dieses Innovationsfeld die Entwicklungsverantwortung im Volkswagen-Konzern. Sitz des Brennstoffzellen-Kompetenzzentrums ist der Standort Neckarsulm. Anfang des kommenden Jahrzehnts führt Audi die Brennstoffzelle als erste Kleinserie in sein Portfolio ein. Als sportlicher SUV wird das Modell Premium-Komfort im Oberklasse-Segment mit hoher Reichweite verbinden. Die Lizenzvereinbarung mit Hyundai zielt bereits auf die nächste Entwicklungsstufe und ein breiteres Marktangebot.

Wie der Gas-Antrieb wird Wasserstoff aber daran scheitern, dass es keine Wasserstoff-Tankstellen gibt. Bislang haben zwar schon etliche Unternehmen Offensiven angekündigt, realisiert und fertig geplant ist noch gar nichts. Im Gegenteil dazu schreitet die Batterietechnologie viel schneller voran und derzeit sind Investitionen in Ladestationen gewinnversprechender als Investitionen in Wasserstoff-Tankstellen.

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