Audi schliesst Analysen seiner V-TDI-Motoren ab

Auf dem Weg hin zur Aufarbeitung der Dieselkrise hat die AUDI AG ein Etappenziel erreicht und alle V-TDI-Motoren einer Überprüfung unterzogen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurde als zuständige Behörde über die wesentlichen Ergebnisse infomriert und wird noch selbst nachprüfen, ob im Details die Audi-internen Analysen aufgehen. Bei den jüngsten internen Analysen zeigte insbesondere die neue Oberklasse mit dem Audi A8, dem Audi A7 Sportback, dem Audi A6 und A6 Avant sowie dem Audi Q8 keinerlei Befund. Seit 2016 hatte das Unternehmen rund 700 Varianten bis ins Detail untersucht.

Einige der Fahrzeuge mussten aber auf Geheiss des KBA korrigiert werden und Audi ist nach wie vor nicht aus dem Schneider, weil die neuen TDI-Motoren noch nicht fertig untersucht sind. Bei der Konkurrenz Mercedes-Benz und BMW wurden Abschaltvorrichtungen reklamiert, die bis dato noch als normal angesehen wurden aber eine Überreizung der gesetzlichen Vorgaben darstellen. Diese Abschaltvorrichtungen soll es auch bei Audi geben und wenn Audi solche entdeckt hat, hat das Unternehmen nun zumindest behauptet es sei alles im gesetzlichen Rahmen.

Definitiv im Abseits ist Audi Schweiz mit den Antworten auf unsere Anfrage, denn die offenen Fragen zur Pressemitteilung wurden nicht beantwortet. Die Autonews-Redaktion wollte vergangenen Freitag von Audi Schweiz/AMAG genauer wissen was Sache ist:

„Zitat offene Fragen an Audi:“
1. Nach früheren Mitteilungen der AMAG sind die Dieselsoftware-Updates bei Audi weitgehend abgeschlossen, ist das richtig?
2. Gibt es noch Fahrzeuge die kein Update erhielten und wurde deshalb ein Fahrverbot ausgesprochen?
3. In der Pressemitteilung schreibt Audi, dass beim Dieselgipfel 1 ein Softwareupdate für 370‘000 Audis in Deutschland versprochen wurde, und in der Schweiz?
4. Wieviele V-TDI-Motoren wären in der Schweiz betroffen wenn Audi das freiwillige Softwareupdate aus dem Dieselgipfel auch hier umsetzt?
5. Nach meinen Informationen sind die von Audi nun untersuchten Motoren noch nicht aus dem Schneider, denn bei Mercedes und BMW wurden vor allem Abschaltvorrichtungen beanstandet, die bis dato von der Autoindustrie als Norm angesehen wurden, um die Motoren zu schützen. Aus der PR-Mitteilung geht nun nicht hervor, ob dieser Umstand untersucht wurde. Gibt es dazu genauere Angaben?
„Zitat Ende“

Nachdem sich Audi nicht im Stande sieht unsere Fragen zu beantworten haben wir diese auch an das Astra gestellt und folgende Antworten erhalten, die aber natürlich auf VW, Audi, Skoda und Seat zugemünzt sind:

„Zitat ASTRA-Antwort vom 11.07.2018:“
Dieselgipfel:
Am Dieselgipfel von Anfang August letzten Jahres haben die Fahrzeughersteller in Deutschland die Nachbesserung von 5,3 Millionen bereits in Verkehr stehenden Dieselfahrzeugen mittels Softwareupdate in Aussicht gestellt. Dieses freiwillige Upgrade soll bei den schon vorschriftskonformen Fahrzeugen den Stickoxidausstoss weiter reduzieren.
Der schweizerische Importeur der Marken der Volkswagen AG hat dem ASTRA bestätigt, dass für die schweizerischen Fahrzeughalter die Gleichbehandlung sichergestellt wird und das entsprechende freiwillige Softwareupdate auch in der Schweiz zeitgleich durchgeführt werden soll.

Stand Rückruf EA 189 in der Schweiz (Stand Woche 27):
Total der vom Rückruf betroffenen Fahrzeuge: 172‘657
Umgerüstete Fahrzeuge: 163‘747

Der Rückruf betreffend die Motorenfamilie EA189 der VW-Gruppe wird im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden können. Dann sind alle betroffenen Fahrzeuge entweder instand gestellt oder ausser Verkehr.
„Zitat Ende“


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