Kommentar zur VW-Polemik um die CO2-Grenzwerte im Jahr 2030

Konzernchef Herbert Diess von VW hat sich gestern mit der Drohung zur CO2-Grenze von minus -35% geäussert, die von den EU-Mitgliedsstaaten verabschiedet wurde. Diess droht damit, dass diese CO2-Grenzwerte bis zu 100’000 Arbeitsplätze kosten werden, da VW gezwungen sei, die Produktion in Richtung Elektromobilität zu verlagern und dort weniger Arbeitskräfte gebraucht werden.

Im Gesamtbild vermittelt die VW-Führung damit erneut das Bild, dass die Abgaswerte vollkommen egal sind und die Gesundheit der Bevölkerung den Konzernverwaltern von VW keine Rolle spielt. VW selbst hat die Abgaswerte gefälscht und damit aufgezeigt, dass man sich über das Gesetz stellt, eine Wiedergutmachung ist nicht erfolgt.

Die Polemik, jede Ankündigung für weniger CO2 sofort mit Arbeitsplatzverlusten zu beantworten ist vollkommen falsch, im Gegenteil hat VW nun elf Jahre Zeit sich mit dem Sortiment auf den richtigen Weg zu begeben. In Sachen WLTP-Abgaswerte hat man das vollkommen verpennt und ist nun im Oktober immer noch nicht in der Lage, für alle Modelle die richtigen WLTP-Abgaswerte zu liefern, die notabene seit September vorhanden sein sollten. Da redet sich der VW-Konzern gerne auf die fehlenden Prüfstände raus aber schlussendlich hat man zu lange gezögert mit der Umsetzung von WLTP und kann dafür nicht die Politik in die Pflicht nehmen.

Wenn VW nun als Antwort auf die 35 % CO2-Einsparungen im Jahr 2030 nur den Arbeitsplatzabbau kennt, sollten die Aktionäre sich überlegen ob die VW-Manager zukunftstauglich sind. Denn die Antwort kann nicht sein das man neue SUVs entwickelt und den Tiguan und Touran dann auch mit V8-Motoren liefert, die Antwort sind Hybrid- und Elektromodelle und dabei durchaus die massentauglichen Varianten und nicht die Sportversionen. Von VW erwartet man seit Jahren den Volks-Elektro-Wagen, im Jahr 2019 soll es dann soweit sein.


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