VW will in Emden auf Elektro-Autos wechseln – Vielleicht

Die Passat-Produktion in Emden ist in letzter Zeit durch Probleme beeinträchtigt. Schon mehrfach musste die Produktion ruhen, Überkapazitäten oder falsche Teile-Vorproduktion und fehlende Diesel-Motoren waren der Grund. Nun geht das Werk erneut Offline, ab Donnerstag wird in Emden 7 Tage lang nicht gearbeitet. Erneut sind die Motoren schuld, man hat zuwenig Diesel-Aggregate um die Produktion laufen zu lassen. Mit ein Grund dürfte aber auch die Nachfrage sein, denn wenn keine Diesel im Markt nachgefragt werden, muss man auch keine bauen.

Nun berichtete das Handelsblatt davon, dass in einigen Tagen der VW-Aufsichtsrat darüber entscheiden wird wie es in Emden weiter geht. Scheinbar will der Konzern darüber entscheiden, das Werk Emden zu einem zweiten E-Kompetenz-Zentrum umzubauen. Die Umstrukturierung könnte Arbeitsplätze kosten weil man für E-Autos weniger Personal benötigt, die fehlende Auslastung mit dem Passat und die Modellabhängigkeit könnten aber den Entscheid nun stützen.

Kommt hinzu, dass der Passat nicht nur in die Jahre gekommen ist sondern auch gegen die SUVs einen schweren Stand hat. Produzierte der Konzern 2014 noch 750’000 Passats, sind es nun nur mehr 250’000 Fahrzeuge dieses Typs. Das ist ein Einbruch von 66 Prozent innerhalb von vier Jahren.

Langfristig wird VW in Emden sowieso Elektroautos bauen, denn man geht auch in Wolfsburg davon aus, dass 2030 schon ein Viertel der Produktion auf elektrische Fahrzeuge umgestellt ist. Welche Werke aber schneller als die anderen umgerüstet werden hängt auch vom Ist- und Planungsstand ab.


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