Neues Verfahren gegen VW wegen Vorserien-Fahrzeugen

Der VW-Konzern hat am Wochenende zugeben müssen, dass man tausende von Fahrzeugen verkauft hat, die nicht der Serienzulassung entsprachen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Ermittlungen aufgenommen, die feststellen sollen, was denn da wirklich passiert ist. Nach der Erklärung von Volkswagen sind Autos verkauft worden, deren Inhalte teils aus Vorserien stammten. Das Vorgehen wurde dabei nur unzulänglich dokumentiert und VW selbst kann heute nicht sagen, was an den rund 6700 Fahrzeugen verändert wurde, die nun als Prototyp gelten. Das Bundesverkehrsministerium teilte mit, das Unternehmen muss nun einen Pflichtrückruf vornehmen, weil die Wagen „unzulässig in den Verkehr gekommen“ sind. Verkauft wurden die Fahrzeuge in den Jahren 2006 bis 2018 und die Zahl von 6700 Fahrzeugen zeigt die Dimension des Vorgangs.

In Deutschland liegt dabei die Hauptlast, rund 4’000 Autos sind in Deutschland ausgeliefert worden ohne der Serie zu entsprechen. Nun will VW diese Fahrzeuge zwar zurück kaufen, muss aber trotzdem mit einer Strafe wegen Betrugs rechnen, denn man hat wissentlich unzuverlässige Fahrzeuge in Verkehr gesetzt.

Empörend ist dabei, dass der Konzern es trotz Dieselskandals unterliess, das Gebahren zu unterbinden. Spätestens im Jahr 2015 hat VW zugesagt, dass man über die Bücher geht und künftig viel ehrlicher agieren will, man hat grosse Versprechungen gemacht. Aber erst 2018 hat man die Praxis eingesetellt, Vorserienfahrzeuge zu verkaufen.

VW betont nun, dass es grundsätzlich erlaubt sei, Vorserienautos zu verkaufen, wenn diese der Serie weitgehend entsprechen. VW habe lediglich „versäumt, zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht dem Serienzustand entspricht. Künftig wird man das sauber auflisten, sofern man überhaupt solche Fahrzeuge in den Handel gibt. Denn in der Regel gehören diese Autos verschrottet.

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