Shenzhen setzt auf elektrische Taxis

Die Hong Kong-Schwesterstadt Shenzhen hat 2017 die Busflotte auf Elektrische Antriebe umgestellt und mehr als 16’000 Diesel-Busse entsorgt und auf Elektroantrieb umgerüstet oder neue Elektrobusse angeschafft. Nun wurde fast die ganze Flotte von 21’690 Taxis ebenfalls auf E-Antrieb umgerüstet und in Zukunft sollen alle Taxis der Stadt rein elektrisch fahren.
Mit ein Grund für die Initiative ist die Firma BYD, der Hersteller von E-Bussen und E-Autos hat in der Region mehrere Fabriken und bietet sehr viele Arbeitsplätze an, womit die Umrüstung durchaus viel Sinn ergibt.

Die Umstellung der Busse und Taxis hat für die Bevölkerung der Stadt Shenzhen bereits sicht- und hörbare Ergebnisse gebracht, betont man auf der Stadtverwaltung, der Lärm in der Stadt ist deutlich kleiner geworden und die Luftqualität soll sich bereits spürbar gebessert haben.

Nun arbeitet man daran, eine ausreichende Ladeinfrastruktur aufzubauen, denn es wurden zwar schon tausende Ladepunkte installiert, diese Ladepunkte genügen aber noch nicht. Eine Schwierigkeit dabei ist natürlich auch die Ladeverfügbarkeit
in allen STadtteilen zu gewährleisten und überall genügend starke Stromnetze zu haben. Als eine der 13 Pilotstädte in Chinas staatlichem Programm „Demonstration und Förderung von energiesparenden und neuen Energiefahrzeugen“ ist Shenzhen aber schon seit 2010 mit dem Aufbau eine Infrastruktur und Förderungen von Elektrofahrzeugen beschäftigt und die Ergebnisse sprechen für sich. Alleine die Rechnung für die E-Taxis spricht eine klare Sprache, denn die Taxis benötigen nur 70 % der Energie von Verbrennerfahrzeugen und die Einsparung von Verbrenner-Kraftstoff liegt bei 226’000 Tonnen pro Jahr. Der CO2-Wert liegt um satte 856’000 Tonnen pro Jahr tiefer, wenn alle Taxis elektrisch fahren und wenn der Strom aus nachhaltig erzeugten Quellen stammt.

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