Weniger Inverkehrsetzungen im Jahr 2018

2018 wurden insgesamt 395’400 motorisierte Strassenfahrzeuge neu in Verkehr gesetzt. Dies sind 17’400 bzw. 4,2% weniger als im Vorjahr. Rückläufig waren vor allem die Neuzulassungen von Personenwagen (–4,5%). Der gesamte Fahrzeugbestand (ohne Anhänger) wuchs im Vergleich zu 2017 um 60’500 Einheiten bzw. um 1,0% auf 6,1 Millionen. Der Anstieg fiel somit geringer aus als zwischen 2016 und 2017 (+1,2%). Dies geht aus der vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Strassenfahrzeugstatistik hervor.

Besonders ausgeprägt war der Rückgang von September bis Dezember, was unter anderem mit der Einführung der WLTP-Norm für Neuzulassungen zusammenhängt. Einige Autohersteller sind bei der Einholung der entsprechenden Genehmigung für ihre Modelle in Verzug geraten.
Die stärkste Abnahme verzeichneten 2018 mit –11,4% die Landwirtschaftsfahrzeuge. Erstmals wurden weniger als 3000 solcher Fahrzeuge neu in Verkehr gesetzt (2018: 2930). Auch bei den Motorrädern sanken die Neuzulassungen stark, und zwar um 7,2% auf 43 855. Dies ist die tiefste Zahl seit 2010.

Bei den Personenwagen, der grössten Gruppe motorisierter Strassenfahrzeuge, wurden 2018 insgesamt 300 887 Neuzulassungen gezählt, was 14 145 Einheiten bzw. 4,5% weniger sind als 2017. Besonders stark war der Rückgang bei den Dieselautos (–20,6%). Die Zahl der neu zugelassenen benzinbetriebenen Fahrzeuge nahm hingegen zu (+2,8%), ebenso jene der Hybridautos (+30,3%) und der Elektrofahrzeuge (+9,8%).

Obwohl die Anzahl Neuzulassungen rückläufig war, ist der Gesamtbestand der motorisierten Strassenfahrzeuge 2018 weiter gewachsen (+1,0% im Vergleich zu 2017). Dies bedeutet, dass es nach wie vor mehr Neuzulassungen als Ausserverkehrsetzungen gab. Ende 2018 wurden insgesamt 6,1 Millionen Fahrzeuge gezählt (Stichtag 30. September, ohne Motorfahrräder). Drei Viertel davon waren Personenwagen, deren Bestand um 0,7% auf 4 602 688 angestiegen ist.

Die Zahl der Dieselfahrzeuge nimmt weiter zu. Trotz der stark rückläufigen neuen Inverkehrsetzungen stieg ihr Anteil am Gesamtbestand zwischen 2017 und 2018 von 29,5% auf 29,9% an. Der Anteil der benzinbetriebenen Autos sank in der gleichen Zeitspanne von 68,4% auf 67,7%. Bei den Hybrid- und Elektroautos wuchsen die Anteile von 1,5% auf 1,7% bzw. von 0,3% auf 0,4%. Der Bestand der Hybridfahrzeuge wuchs im Jahr 2018 um 17,8% auf 79 737, jener der Elektroautos um 31,9% auf 19 181 Einheiten.


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