U-Haft gegen Carlos Ghosn auf unbestimmte Zeit verlängert

Der in Japan in U-Haft sitzende ehemalige Renault-Nissan Chef Carlos Ghosn kommt vorerst nicht frei. Die Staatsanwaltschaft hat Einspruch gegen seine Freilassung auf Kaution erhoben und damit ist eine erste Meldung von der Freilassung des Managers vom Tisch. Der 64-jährige Ghosn muss deshalb nun weitere Tage in Haft bleiben und es ist unsicher wann er freigelassen wird. Das Bezirksgericht in Tokio hatte kurz zuvor die Kaution bewilligt, wenn Ghosn 8 Millionen Euro zahlt, darf er nach Hause, wird aber überwacht. Ghosn war in Japan schon am 18. November verhaftet worden, seit damals sitzt der Manager in Haft.

Neu hat Ghosn einen bekannteren Anwalt und dieser hatte die Ansicht vertreten, dass die Vorwürfe gegen Ghosn konzernintern bei Nissan hätten geklärt werden müssen. Der Anwalt versteht gar nicht, weshalb die Untersuchungsbehörden dazu nicht einfach eine Sitzung einberufen haben um alle Beteiligte an den Tisch zu setzen.
Nissan und Mitsubishi hatten Ghosn nach seiner Festnahme als Verwaltungsratschef abgesetzt. Bei Renault trat Ghosn später zurück. In allen Konzernen wird untersucht, ob Ghosn mehr bezogen hat als ihm zugestanden hat und ob er unsauber wirtschaftete.

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