Audi erarbeitet sich Wasserstoff-Kompetenz

Nachdem man sich beim VW-Konzern ganz klar für Batterie-Elektromobilität ausgesprochen hat und auch Audi mit viel Elan in die Batterieantriebe investiert, hat das Unternehmen nun aber auch angekündigt, bei der Brennstoffzelle weiter zu entwickeln. Firmenchef Bram Schot hatte dazu kürzlich der britischen Autocar gesagt, man wolle bei Audi die bisherigen Testreihen ausbauen und das Kompetenzzentrum für Brennstoffzellen im VW Konzern werden.

Wohl zur IAA will das Unternehmen eine neue Studie mit Wasserstoffantrieb vorstellen, dem Vernehmen nach ein SUV. Schon 2021 soll das Wasserstoff-Auto dann auf den Markt gelangen, gegenüber Hyundai und dessen Nexo hätte man dann drei Jahre Verspätung. Hintergrund der Audi-Forschungen in Richtung Wasserstoff-Antrieb sind die aktuellen Probleme mit Batteriezellen in Brüssel, der E-Tron kann nicht in ausreichender Anzahl gebaut werden weil keine Batterien verfügbar sind. Mit der Brennstoffzelle würde Audi die Abhängigkeit von asiatischen Zellproduzenten deutlich verringern, hat aber dann natürlich die Handikaps des Wassersoff-Antriebes der sehr umstritten ist.

Die Wasserstofftechnologie ist vom Wirkungsgrad her miserabel, weil der Wasserstoff mit viel Energie hergestellt werden muss. Wird dazu Überschuss-Energie aus nachhaltiger Produktion verwendet, macht die Herstellung von Wasserstoff durchaus Sinn. Wird dazu Kohlestrom verwendet, wird das unsinnig umweltbelastend und auch Atomstrom gehört nicht zur Wasserstoff-Produktion verwendet. Ein grosser Nachteil von Wasserstoff ist die notwendige Infrastruktur und die hohe Druckbelastung im Tank. Für ein flächendeckendes Tankstellennetz müssen noch Dutzende von Tankstellen umgerüstet werden.

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