Liefervertrag zwischen VW und Samsung ist in Gefahr

Erneut gibt es Gerüchte, der Liefervertrag zwischen Samsung und VW sei in Gefahr. Die beiden Unternehmen haben vor zwei Jahren einen Liefervertrag über 50 Milliarden Euro geschlossen, mit dem sich Samsung SDI verpflichtete, Batteriezellen an VW zu liefern. Insgesamt sollten die Koreaner rund 20 GWh an Batteriezellen liefern.

Nun berichtet Bloomberg, VW müsse den gesamten Einkaufsplan überarbeiten. Scheinbar haben die Koreaner das Liefervolumen zwischenzeitlich auf 5 GWh reduziert und wollen vor allem nur sporadisch liefern, das behindert VW in der Produktion von Elektroautos. Doch der Bedarf an Zellen ist angesichts der in der Roadmap E fixierten Zahl von 50 neuen Elektroautos sehr viel grösser als das von Samsung zugesagte Liefervolumen. Bereits 2025 benötigt VW eine Batteriekapazität von mehr als 150 GWh pro Jahr und wenn Samsung davon nur 5 GWh liefern kann, ist das sicher der falsche Partner. 150 GWh entspricht im Branchenjargon etwa 4 Gigafabriken, wie Tesla eine in Betrieb hat.

VW hat sich letzten Herbst bereits nach Alternativen umgesehen und arbeitet jetzt an einer eigenen Gigafactory. Zudem hat man mit LG Chem, CATL und SK Innovation drei weitere Lieferanten aufgetan, die ebenfalls liefern wollen.

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