VW Verliert erneut eine Abgas-Klage

Zum vierten Mal hat Volkswagen nun eine Abgasklage im Dieselskandal verloren und vor der zweiten Instanz nicht Recht bekommen. Der Autobauer muss dem Kläger Schadenersatz zahlen, hat aber umgehen Revision angekündigt. Der VW-Konzern wurde vor dem Oberlandesgericht (OLG) Koblenz verklagt, weil man mit dem Dieselskandal keine Gutmachung geleistet hat. Das Gericht verurteilte den Konzern nun dazu, dem Kläger aus Bad Kreuznach 26’000 Euro als Entschädigung zu zahlen, der Kläger forderte den ganzen Kaufpreis eines gebrauchten Sharan von 31’000 Euro. Die übrigen 6000 Euro zogen die Richter in Anrechnung der bereits vom Käufer gefahrenen Kilometer als Nutzungsvorteil ab.

Das OLG betont, dass man davon ausgehen muss, dass VW den Sharan „unter bewusstem Verschweigen der unzulässigen Softwareprogrammierung in Verkehr gebracht“ hatte. Der Käufer sei damit getäuscht worden. VW kündigte Berufung an, weil man das Urteil als unfair betrachtet. Laut VW ist dem Kunden kein Schaden entstanden, da alle Autos im Verkehr genutzt werden können und sicher sind.

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