Chefwechsel bei BMW ist eine grosse Herausforderung

Kaum ein Unternehmen ist derart zwiegespalten wie BMW in den letzten Jahren. Der bevorstehende Chefwechsel beim bayrischen Autobauer führt zu reichlich Spekulationen wohin sich BMW begeben wird und es dürfte für diesen Sommer eine der wichtigsten Personalien sein. Wer auf Harald Krüger folgt wird nicht nur ein Königreich antreten in dem viele Prinzen das Sagen haben, er tritt auch in die Fussstapfen eines Mannes der am Ende nicht alle Wünsche gleichermassen erfüllen wollte und den Spagat versuchte. Lange Jahre war BMW die Nummer eins in der Elektrowelt und der BMW i3 ein vielkopiertes Projekt. Harald Krüger hat daraus aber nichts gemacht und immer behauptet, man könne nicht zu sehr in Elektro gehen. Das rächt sich
nun, denn eine E-Strategie fehlt, während die Mitbewerber bei den Prognosen glänzen.

Der neue BMW-Chef wird im US-Werk in Spartanburg ernannt werden und sein Amt in der grössten BMW-Fabrik der Welt antreten. Am morgigen Donnerstag kommen dort die Aufsichtsräte zusammen und werden diskutieren, wer die Nachfolge von Krüger antreten darf. Favorit ist der bisherige Produktionsvorstand Oliver Zipse, 55 Jahre alt. Zipse hat seine ganze Karriere bei BMW verbracht, er war auch schon als Strategiechef tätig.

Der zweite Kandidat für den Chefposten ist Klaus Fröhlich und er ist als Entwicklungschef etwas bekannter als Zipse, wobei beide vielleicht auch von einem dritten Kandidaten übertrumpft werden, falls es solch einen gibt.

Es wird spannend sein zu sehen wer am Ende den Zuschlag erhält. Egal wie, an der Automobilausstellung IAA im September wird man eine neue Strategie präsentieren müssen, sonst sind Kunden und auch Anleger dann nicht mehr bei der Stange zu halten.

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