Tesla meldet hohe Verluste

Die Firma Tesla hatte vor einigen Wochen neue Auslieferungsrekorde gemeldet und viele Anleger erwarteten daraufhin auch auf der Finanzseite bessere Zahlen, davor war aber gewarnt worden. Die hohen Kosten für die Auslieferungen des Model 3 hat Tesla in keinster Weise vorausgesehen und sich nicht genügend darauf vorbereitet. Deshalb muss Tesla im zweiten Quartal sehr hohe Verluste melden und konnte nur mit grossen Anstrengungen den Verlust auf 408 Millionen Dollar beschränken. Das ist im Jahresvergleich zu den 717,5 Millionen Dollar des Vorjahres immerhin eine deutliche Verbesserung.

Bei Anlegern kam der Geschäftsbericht überhaupt nicht gut an: Die Aktie stürzte im nachbörslichen Handel am Mittwoch um mehr als zehn Prozent ab. Mit dem Umsatz konnte das Unternehmen die Prognosen der Analysten ebenfalls nicht erfüllen, die 6.4 Milliarden Dollar zeigen aber eine satte Steigerung um 60 % zum Vorjahr.

Tesla hat schon seit Jahresbeginn ein Auslieferungsziel von 360’000 bis 400’000 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2019, dieses wurde von Elon Musk erneut bestätigt. Angesichts von bislang 160’000 Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2019 sind 200’000 weitere Fahrzeuge ambitioniert und man wird sehen ob das ausgeht. In seinem Schreiben an die Aktionäre hat Elon Musk betont, dass die Firma gut unterwegs ist und unglaubliche Zahlen erarbeitet. Für den weiteren Jahresverlauf sieht er weitere Verluste bevor das letzte Quartal 2019 dann in die schwarze Null geht. Anfang 2020 erwartet man wieder Verluste weil das Model Y dann auf den Markt kommt und die Produktionsstarts sehr schwierig sind, ab Sommer 2020 ist Tesla aber dann bestens unterwegs und wird genügend Abnehmer haben um alle Werke auszulasten.

In der Produktion ist Tesla derzeit am umschichten, denn die Modelle S und X laufen weniger gut und brauchen deshalb künftig weniger Platz. Dort kann man nun Model 3 produzieren was dringlich ist, weil man zuletzt ein Zelt aufgestellt hat um die Fertigung anzukurbeln. Aktuell fertigt man 8500 Model 3 pro Woche und Musk betont, dass man damit enorm gut unterwegs ist.

Bei der Präsentation der Bilanzzahlen erwähnt Elon Musk, dass einer der Tesla-Gründer, JB Straubel, das operative Geschäft verlässt. Straubel ist Gründungsmitglied von Tesla und er war schon vor 16 Jahren bei der Entstehung des Elektroautobauers dabei. Elon Musk stiess erst später dazu, was nicht alle wissen. Angeblich war es Straubel, der Musk überhaupt zu Tesla holte. In den vergangenen Jahren war er als Chief Technology Officer für die technische Entwicklung zuständig. Künftig werde er nur noch als Berater tätig sein, kündigte Musk an.

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