Anklage gegen Ex-Audi-Chef Stadler erhoben

Die Staatsanwaltschaft München hat nun die Anklage gegen den ehemaligen Audi-Chef Rupert Stadler eingereicht, die man im Abgas-Skandal von Volkswagen schon länger am Vorbereiten war. Damit ist das Verfahren gegen den prominenten Angeklagten nun offiziell eröffnet. Am vergangenen 18. Juni 2018 war Stadler festgenommen worden, damals heiss es wegen Verdunkelungsgefahr und Zeugenbeeinflussung. Später wurde bekannt, dass Stadler versucht hatte Zeugen zu beeinflussen und das Gericht zu diesem Zeitpunkt bereits die Telefone überwachte. Ende Oktober 2018 kam er gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft frei, war aber einer der Beklagten im Verfahren.

Die Ermittlungsbehörde teilte am Mittwoch mit, man werde Stadler wegen des Dieselskandals vor Gericht bringen, denn er habe angeblich Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung wissentlich in den Verkehr gebracht. Die Staatsanwaltschaft München II bringt insgesamt vier Angeklagte vor Gericht, ihnen wird „Betrug, Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung“ vorgeworfen. Die drei anderen Beschuldigten waren in der Motorenforschung oder Fertigung tätig.

Die Behörden werfen nun Stadler konkret vor, ab Ende September 2015 Autos in Verkehr gesetzt zu haben, denen jegliche Berechtigung fehlte. Die Autos waren mit manipulierten Motoren in den Markt gebracht worden obwohl bekannt war, dass die Fahrzeuge von VW und Audi dem geforderten Zustand nicht entsprechen.

Stadler hatte mehrfach betont, er wisse von gar nichts und sei persönlich nicht beteiligt. Die Ermittler hatten bei Razzien in der Audi-Zentrale in Ingolstadt und im Werk Neckarsulm Material sichergestellt, das Privathaus von Stadler durchsucht und sein Telefon abgehört.

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