Carsharing spart Autos aber weniger als gedacht

Mit der Innovation Carsharing wollte man vor Jahren mehr Mobilität mit einem verteilten und vor allem geteilten Fahrzeugangebot ermöglichen. In der Schweiz zählt Mobility aktuell 200’000 Kunden und diese teilen sich nicht 200’000 sondern viel weniger Autos. 2011 rechnete die Unternehmensberatung Frost & Sullivan damit, dass ein geteiltes Fahrzeug acht bis zehn Privatautos ersetzen kann. In der Realität hat beispielsweise in der Schweiz die Anzahl Fahrzeuge pro 1000 Einwohner seit der Gründung des Carsharinganbieters Mobility im Jahr 1997 von 543 Fahrzeugen auf aktuell 630 zugenommen, was nun von der Autobranche als Garant angenommen wird, dass Carsharing die Zahl der Autos gar nicht verringert.

Das Gegenteil ist der Fall, denn wenn man die Zunahme beleuchtet ist der Individualverkehr in anderen Ländern viel mehr gewachsen als in der Schweiz und die 200’000 Mobility-Kunden gehören nicht zu jenen Haushalten wo man 2 oder gar 3 Autos fährt. Im Gegenteil, Mobility spart richtig Autos ein und die vielen Kunden bestätigen die Tatsache, dass man so mobil ist ohne ein Auto besitzen zu müssen.

In Deutschland haben die Anbieter derzeit aber einen schweren Stand, auch deshalb weil die Kunden eine grosse Auswahl haben. Dort herrscht ein erbitterter Verdrängungskampf und dieser sorgt für rote Köpfe.

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