Fahrbericht Skoda Karoq, SUV von Skoda

Der Skoda Karoq ist einer jener SUV-Vertreter die sich selbst auch als Praktiker bezeichnen oder zumindest als Praktiker vermarktet werden. Eigentlich ist der Nachfolger des Yeti der kleine Bruder vom Skoda Kodiak und beide sind für Skoda wichtige Vertreter für die Zukunft, weil man heute in jedem Konzern einfach SUVs im Angebot haben muss. Ob das Bestand hat wird man noch sehen, von der Übersichtlichkeit her ist der Karoq aber gut zu fahren. Mit seiner Länge von 4,38 Metern ist der Karoq eher in der Nähe des T-Roc anzusiedeln statt beim grossen Kodiak, der kurze Radstand hat aber Vorteile und der Skoda liegt gut auf der Strasse.
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Der Karoq wird wie die meisten Skoda in Tschechien hergestellt und er basiert auf der Kompaktklasse-Plattform MQB A1 des VW-Konzerns. Drei effiziente und umweltfreundliche Motoren stehen in der Schweiz zur Verfügung. Es gibt den getesteten 2,0 TSI Benziner mit 140 kW (190 PS), der serienmässig mit Allradantrieb und 7-Gang-DSG ausgestattet ist. Und es gibt den 2,0-TDIDieselmotor mit ebenfalls 140 kW (190 PS) und bringt die Kraft per 7-Gang-DSG und Allradantrieb auf die Strasse. Als dritte Option gibt es den 1.5 TSI Benziner (110 kW/150 PS) mit Frontantrieb und 7-Gang-DSG.

Der getestete 2.0 TSI-Motor ist samt Sportsline-Paket ein gut fahrbares Fahrzeug mit guten Alltagseigenschaften, allerdings könnte im einen oder anderen Fall der Anzug durchaus kräftiger sein. Zu Gunsten der Abgaswerte sind heutige Motoren aber recht stark zurück gebunden, die Beschleunigung ist linear und eher zahm. Leider ist auch die Kurvenlage eher zahm, zum Glück kommt niemand auf die Idee, einen Elchtest mit dem Fahrzeug zu machen.

Der Karoq kann auch mit Anhänger genutzt werden, die Anhängerlast liegt bei maximal 2000 kg.

Im Innern ist der Praktiker gut gestaltet und bietet einen grosszügig dimensionierten Innenraum. Die Vordersitze sind bequem und im Testwagen sitzt man Skodatypisch gut.
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Als Karoq-FahrerIn hat man die Wahl zwischen drei Fahrwerks-Modi. Dämpferhärte, Lenkung sowie Motor-Getriebe-Charakteristik lassen sich damit anpassen. Die Einstellungen Comfort und Normal eigenen sich für den alltäglichen Verkehr bestens. Für die Fahrten in die Berge oder über Land kann man dann den Sportmodus bemühen, dann wird die gesamte Abstimmung einen Deut sportlicher.
Tadellos regelt das ACC Tempo und Abstand zum Vordermann; im Stop-and-go-Betrieb sogar bis zum Stillstand.

520 Liter Gepäckraum sind gewaltig für einen eher kleineren Kombi, diese sind zudem erweiterbar auf 1810 Liter, womit man sehr gut bedient ist. Preislich ist der Skoda Karoq gut positioniert, sofern man Skoda überhaupt in Betracht zieht.

Einen Einstiegs-Karoq gibt es als Fronttriebler und mit 1-Liter-Benzinmotor sowie Handschaltgetriebe schon ab 25’530 Franken. Der Testwagen KAROQ SportLine 2000ccm mit seinen 190PS/140kW 4 Zylinder TSI Benzin 7-Gang DSG Allradantrieb ist mit 46’387.- CHF viel teurer, aber das liegt eben dran, dass er auch umfangreiche Mehrausstattungen anbietet.

Mein Fazit ist durchzogen. Einerseits weiss ich das immer mehr auf die SUV-Welle gehen und der Kodiak und der Karoq deshalb wichtig sind, auf der anderen Seite tu ich mir schwer, einen Benzinverbrauch von 7 Litern zu akzeptieren, nur damit man etwas höher oben sitzt. Aber schlussendlich entscheiden die Kunden was sie kaufen, nicht die Autotester.

PS: Leider sind meine Fotos vom getesteten Karoq verloren gegangen, die Fotos wurden von mir wohl irrtümlich gelöscht beim Transfer von der Kamera auf den Computer.

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