Mobilitätsarena in Bern eröffnet

Mit rund 180 Gästen hat Jörg Beckmann die neue Veranstaltung Mobilitätsarena 2019 eröffnet. Von Montag Mittag bis am Donnerstag Abend gibt es in den Berner Expo-Hallen im Kongresscenter viele Vorträge und Networking-Anlässe zum Thema neue Mobilität. Hedda Samson, Botschafterin von den Niederlanden hat die Vorzüge des Radfahrens vorgestellt und etliche Vertreter aus der Industrie und Dienstleistungsunternehmen zeigen in den kommenden Tagen was Sache ist rund um die Mobilität. Gestartet wird die Arena der Aufteilung auf drei Inhalte, denn zuerst geht es um die Automaticar, dann um den CH Kongress E-Mobilität und am Ende um die Veranstaltung Wocomoco. Alle drei Zusammen sind dann die Mobilitätsarena und diese lockt die kommenden Tage mehrere tausend Personen nach Bern. Auf drei Bühnen in der Messehalle gibt es dann Vorträge über viele verschiedenen Themen. Leider ist die Hauptbühne nicht unbedingt dazu geeignet einen ganzen Tag darauf zu verbringen, da es statt Sitzreihen nur eine mehrstufige Podestebene zum Sitzen gibt.
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Jörg Rüthlisberger von der Astra ist der Ansicht, dass es nicht eine einzige Wahrheit gibt und die vielen Leute die ihm immer von den Wahrheiten erzählen, wollen ihn immer überzeugen statt auch zuzuhören. Ein wichtiger Trend oder gar Megatrend ist die Altersumschichtung und deshalb muss die Effizienz gesteigert werden, sonst kommt es nicht gut. Im Astra geht man davon aus, dass die Bevlölkerung in Zukunft noch viel mobiler wird, der ÖV wird um 51.5 % zulegen, der Langsamverkehr um 32 % zulegen und der motorisierte Individualverkehr wird um 18.1 % zulegen. Im Astra will man nicht jeden Trend umsetzen aber bleibt daran, die Trends zu verfolgen weil man einfach sieht, dass die Trends sich schnell entwickeln. Als Beispiel wird der nun gestrichene Automateneintrag heran gezogen, denn nun machen 80 % der Fahrschüler ihren Führerschein nun mit Automatik-Fahrzeugen und zum grossen Teil auch mit Elektroautos was man gut findet. Wichtig ist, das man in Zukunft ein mobility Pricing realisieren kann, damit man die digitalisierung nutzen kann. Auch beim Parking ist das Thema wichtig, hier appeliert Jörg Röthlisberger an die privaten Investoren, denn Parkplätze reservieren gibt es heute noch gar nicht und das wäre eine Möglichkeit, die Reise-Effizienz massiv zu steigern.
Das Thema Carsharing ist für das Astra ebenfalls wichtig, vor allem im Bereich Automatisierung des Verkehrs. Dazu hat man eine Gesetzesinitiative auf dem Weg die jetzt beim Bundesrat beraten wird. Mit dem neuen Gesetz werden die Autonomen Technologien geregelt, denn heute kann man die Technik zwar in die Fahrzeuge einbauen aber die Kunden dürfen das nicht nutzen.
Wichtig ist auch, dass man im Bereich E-Transporter und E-LKW etwas macht, hier will man mit Zusatzgewicht arbeiten, sodass nach einer neuen Gesetzesregelung erlaubt ist, 3.5 Tonnen Gewicht in die Fahrzeuge zu geben und mit einer Batterie von 750 Kg zu koppeln.
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In den Vorträgen rund um die Autonomie wurde klar, dass die Technik immer noch nicht weit genug fortgeschritten ist um wirklich Sicherheit bieten zu können, die Anbieter und Forscher arbeiten aber daran, das Thema autonomes Fahren in den Griff zu bekommen und man ist weiter gekommen mit der Technik. Beim autonomen Fahren ist das Risiko einschätzbar und das inhärente Risiko muss man in den Griff nehmen, bevor man wirklich auf die Strassen geht. Professor Markus Maurer aus Braunschweiz hat sich dem Thema angenommen und das inhärente Risiko beleuchtet, sein Fazit ist klar, dass die Technik wohl bereit ist, die Menschen aber noch nicht wirklich dazu bereit sind, dass es Opfer geben wird. Es macht eben dann schon einen deutlichen Unterschied ob ein junger 18-Jähriger Fahranfänger oder ein 70-Jähriger Senior oder ein autonom Fahrender Roboter einen Unfall verursachen und zum Beispiel ein Kind überfahren wird.

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