Klimapaket der Deutschen Regierung

Die Deutsche Regierung hat sich in Sachen Klimaschutz nicht wirklich um einen Konsens mit der Klimajugend bemüht sondern auf einige Massnahmen festgelegt, die sowieso logisch sind. Zuvor war viele Stunden lang in der grossen Koalition verhandelt worden, schlussendlich will man mehr Klimaschutz und so hat man einen CO2-Preis für Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas festgelegt. Im Gegenzug soll es Entlastungen beim Reisen und für Pendler geben.

Ab 2021 will man mit einem niedrigen Einstiegspreis für CO2 starten und für die Jahre 2021 bis 2025 Preise pro Tonne Kohlendioxid von jeweils zehn, 20, 25, 30 und 35 Euro verlangen. Die CO2-Bepreisung wird fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas verteuern aber nur langsam wirken. 2021 sollen Benzin und Diesel um drei Cent teurer werden, bis 2026 dann zehn Cent. Die von der SPD favorisierte CO2-Steuer ist damit noch chancenlos.

Im Gegenzug soll es Entlastungen für Pendler und Bahnreisende geben. Und wer eine alte Ölheizung gegen ein klimafreundlichere Anlage auswechselt, soll danach mit bis zu 40 Prozent der Kosten gefördert werden. Der Einbau neuer Ölheizungen soll aber ab 2026 verboten sein. hr

Bahnfahren wird billiger werden, bestimmte Flüge vor allem billige, sollen teurer werden. Dazu will die Koalition die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr senken und die Luftverkehrsteuer zum 1. Januar 2020 anheben. Der Ausbau des Ökostroms soll beschleunigt werden. Ausgebaut wird auch die Infrastruktur mit einer Million Ladesäulen für Elektroautos.

Ziel des Pakets ist eine Verhaltensänderung der Bürger und Unternehmen, damit Deutschland seine Klimaschutzziele für 2030 erreicht. Allerdings sind die Reaktionen der Forschungsstellen sehr klar, die Klimaentscheide werden als fragwürdig und viel zu lasch dargestellt. Mit einer derart kleinen CO2-Busse lässt sich der Markt nicht steuern, sind viele überzeugt.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.