Renault setzt Generaldirektor Bolloré ab

Der französische Autohersteller Renault hat seinen Generaldirektor Thierry Bolloré abgesetzt und in die Wüste gejagt, wie es in Frankreichs Zeitungen heisst. Interims-Nachfolgerin wird die bisherige Finanzchefin des Herstellers, Clotilde Delbos. Präsident des Konzerns bleibt demnach Jean-Dominique Senard.

Der 56 Jahre alte Bolloré führte bei Renault in den letzten Jahren das operative Geschäft und stand Carlos Ghosn zur Seite, das dürfte schlussendlich auch der Grund gewesen sein, dass Bolloré gehen muss. Präsident Senard hatte es in den letzten Tagen angedeutet, dass man bei Renault zugunsten der Allianz mit Nissan und Mitsibishi einiges unternehmen will, um die Beziehungen zu kitten.

Nach der Verhaftung Ghosns in Japan weil er sich laut Staatsanwaltschaft bereichert hatte, war das französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn war ein Verstoss gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden.

Bolloré hatte in einem Interview kurz vor der Entlassung klar gemacht, dass er und Präsident Senard Freunde sind und er selbst immer loyal gewesen sei. Nun ist er weg und man wird erst noch sehen wie es weiter geht.

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