Audi muss alte Euro-4-Diesel korrigieren

Audi hat laut Kraftfahrt-Bundesamt seit vielen Jahren das Gesetz seltsam ausgelegt und muss nun alte Dieselfahrzeuge bis ins Jahr 2004 zurück korrigieren. Gemäss KBA hat Audi schon im Jahr 2004 in Diesel-Fahrzeugen eine unzulässige Abschalteinrichtung eingesetzt, die absolut unnötig ist und vor allem dafür sorgt, dass die Fahrzeuge keine Abgasreinigung einschalten. Jetzt wurde das Unternhmen dazu verdonnert, auch die alten Euro 4-Modelle zu korrigieren oder die Fahrzeuge aus dem Verkehr zu nehmen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) forderte Audi am Montag schriftlich auf, die Diesel-Modelle A4 und A6 der Baujahre 2004 bis 2009 zu korrigieren, da diese eine Betrugssoftware an Bord haben. Laut Audi sind vom Rückruf rund 40’000 Fahrzeuge betroffen.

Überraschend kommt dieser Rückruf nicht, da seit 2018 der Verdacht besteht und Audi bislang keinen Grund angeben konnte, weshalb man mit der so genannten Akustikfunktion eine unzulässige Abschalteinrichtung eingesetzt hat. Diese diene „allein dazu, die NOx-Grenzwerte sicher einzuhalten“, so das KBA in dem Vermerk.

Die Akustikfunktion wurde bei Audi entwickelt, angeblich um beim damals neuen V6-Dieselmotor unangenehme Geräusche, häufig beschrieben als „Nageln“, zu vermindern. Doch die Software erkennt, ob das Fahrzeug auf dem Prüfstand steht. Dann wird der Stickoxidausstoss des Motors vermindert. Audi behauptete lange Zeit die Software müsse so arbeiten um Motorbauteile zu schützen.

Ein Gutachten der TU München hat diesen Schutz verneint, deshalb muss Audi nun die Software aus den Fahrzeugen ausbauen. Unklar ist, ob Audi auch für den verursachten Schaden zur Rechenschaft gezogen wird, das wird man noch sehen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.