Plug-in-Hybride als Mogelpackung erkannt

Die Autobranche setzt auf Elektroantriebe, das ist angesichts der neuen Abgas-Auflagen keine Kunst und schon Zwingend, weil sonst ab 2020 hohe Strafzahlungen drohen. Die Unternehmen haben aber schon früh erkannt, dass Plug-in-Hybrid-Antriebe im Gegensatz zum vollelektrischen Antrieb mit Batterien einfacher realisierbar sind und so ist es passiert, dass die Autohändler nun im Showroom auf einmal Plug-in-Fahrzeuge anbieten, deren Klima-Auswirkung per se bei Null ist, wenn der Kunde nicht zu tausend Prozent dazu bereit ist, immer und überall sein Auto anzustecken und immer wenn möglich mit Strom zu fahren.

Es ist dramatisch peinlich, was gerade überall passiert. Peinlich, weil der letzte Abgasskandal noch nicht vergessen ist und trotzdem bereits der nächste Abgasskandal Tatsache ist. In der Werbung behaupten die Hersteller, ihre Fahrzeuge fahren mit 1.7 bis 1.9 Liter Benzin auf hundert Kilometer durchs Land und das ist ein grosser Betrug, den der Kunde aber mitspielt. Denn der Kunde entscheidet, ob er alle 25 Kilometer an die Steckdose geht und somit den Verbrauch durch den Stromkonsum herunter schraubt oder nicht. Auf Langstreckenfahrten zeigt sich denn auch meist, dass die Mogelpackung PHEV nur ein Betrug am System ist, denn wenn der Kunde 350 km weit fährt, sind meist weit höhere Verbräuche das Fazit der Übung als im Normalen Verbrenner.

Viele Flottenmanager haben deshalb schon damit begonnen, Plug-in-Hybride auszusortieren. Es macht einfach keinen Sinn, diese Autos in der Flotte zu haben wenn der Nutzer damit zu 90 % oder mehr mit Benzin fährt. Und hier ist die Autoindustrie einmal mehr der Ansicht sie könne die Hände in Unschuld waschen und die WLTP-Normen unterstützen das auch. In vielen Ländern arbeitet man aber nun daran, den Realverbrauch von PHEV-Fahrzeugen zu erurieren und diese Mogelpackungen zu bestrafen, denn klimatische Auswirkungen wird es davon keine geben.

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