Nissan investiert in die Modernisierung der Produktion

Nissan hat erhebliche Investitionen in neue Technologien und Ausstattung für seine weltweiten Fertigungseinrichtungen angekündigt. Damit treibt das Unternehmen die Einführung einer neuen Generation von elektrifizierten und intelligenten Automobilen voran, die Nissan Intelligent Mobility verkörpern.

Zunächst investiert der Automobilhersteller rund 33 Milliarden Yen (rund 275 Millionen Euro) in das japanische Werk Tochigi. Das WErk in Japan wird auf vorwiegend elektrifizierte Antriebe umgestellt, kann aber auch traditionelle Antriebe in die Autos einbauen. Nissan nimmt damit die strukturellen und technischen Herausforderungen in der Fertigung von Fahrzeugen in Angriff, die den Weg in ein neues Zeitalter der Elektrifizierung und Intelligenz weisen.

Definitiv will Nissan die nächste Generation von Fahrzeugen elektrifiziert gestalten, zudem intelligent und vernetzt fahren lassen0. Dies sorgt für zusätzliche Komplexität in Design und Konstruktion und erfordert erhebliche Fortschritte in der Fertigungstechnik. Einer dieser Fortschritte ist das „universelle Antriebsmontagesystem“, das vom Nissan Forschungs- und Entwicklungszentrum für Produktionstechnik entwickelt wurde.

Der Einbau des Antriebsstrangs in das Fahrzeug ist ein zeitaufwendiges Verfahren und anstrengend für die Beschäftigten an der Montagelinie, die mehrere Komponenten hintereinander einbauen müssen. Beim neuen Nissan System kann mit Hilfe einer automatisierten Palette der gesamte Antriebsstrang auf einmal installiert werden. Das System misst beim Einbau die Abmessungen des Fahrzeugs und macht automatisch entsprechende Mikro-Anpassungen. Damit wird sichergestellt, dass die Antriebe mit millimetergenauer Präzision integriert werden.

Zudem ist das neue System äußerst flexibel. Ein und dieselbe Palette kann drei verschiedene Antriebstypen (Verbrennungsmotor, e-Power System und rein elektrischer Antrieb) einbauen und 27 verschiedene Kombinationen von Antriebsmodulen montieren.

Das ganze Prozedere durch Roboter zu machen war ähnlich komplex wie das Versiegeln des Fahrzeuges, ein Prozess der bislang von Fachkräften übernommen wurde, denn die notwendige Fertigkeit und Geschwindigkeit, die ein Abdichten des Fahrzeuges erfordert, war bislang den Robotern nicht beizubringen. In langer Feinarbeit haben nun die Nissan Ingenieure die exakten Bewegungen und Gesten der ausgebildeten Facharbeiter beim Glätten und Nacharbeiten analysiert und berechnet, wie viel Druck dabei jeweils ausgeübt wird. Aus diesen Informationen machten sie Anweisungen für die Roboter und setzten dabei weitere Verbesserungen um.

Im Ergebnis können Roboter das Dichtmaterial nun selbst entlang der komplexesten Dichtungen schnell und präzise auftragen und nacharbeiten.

Nissan arbeitet auch daran, die Auswirkungen der Automobilproduktion auf die Umwelt zu senken. Dabei spielen insbesondere Änderungen im Lackierverfahren eine wichtige Rolle. Nissan hat eine Lackierung auf Wasserbasis entwickelt, die auch bei niedrigen Temperaturen die erforderliche Viskosität bewahrt, sodass Karosserie und Stoßfänger gemeinsam lackiert werden können. Dies reduziert die CO2-Emissionen um 25 Prozent. Die entwickelten Fähigkeiten sind recht neu und Nissan plant die jüngsten Ergebnisse weltweit in allen Fabriken einzusetzen.

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