Hildegard Müller folgt auf Mattes an die Spitze des VDA

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat eine neue Präsidentin in der Person von Hildegard Müller zur Nachfolgerin von Bernhard Mattes ernannt. Mattes hatte just an der letzten IAA seinen Rücktritt bekannt gegeben und wurde dafür auch kritisiert, weil die Messe eine deutliche Wahrnehmungskrise zeigte, die der VDA hat.
Ab dem neuen Jahr für die neue Präsidentin den Verband der Autoindustrie in Berlin und wechselt damit vom Energiekonzern Innogy zum Verband und wird höchste Lobbyistin der Autoindustrie.

Hidlegard Müller war bis zum Oktober 2019 im Holdingvorstand des Energieversorgers Innogy für den Bereich Netz und Infrastruktur verantwortlich und hat insbesondere den Ausbau und die Digitalisierung der Netze sowie den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorangetrieben. In der Zeit von 1998 bis 2002 führte sie die Junge Union, eine deutsche Partei. Von 2002 bis 2008 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2005 an war sie Staatsministerin im Bundeskanzleramt und als solche zuständig unter anderem für die Bund-Länder-Beziehungen.

Hildegard Müller ist damit eine gute Wahl für einen Verband der zwar genug Geld aber auch ein Wahrnehmungsproblem hat. Denn im Verband gibt es die alten Mitglieder der Autoindustrie die immer noch den Diesel loben und es gibt die neuen Mitglieder die E-Mobilität und autonomes Fahren vorantreiben wollen. Schlussendlich gibt es aber auch eine wachsende Zahl von Kritikern aus dem Umweltlager und das wird die Hauptaufgabe des Verbandes, der Kritik offen zu begegnen.

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