Volkswagen versucht in der Musterklage den Befreiungsschlag

In der Muster-Feststellungsklage des Bundesverbandes der Verbraucherschützer in Deutschland sind rund 400’000 Betroffene Kläger zusammen gefasst, die nun auf Geld von VW hoffen dürfen. Denn VW hat laut Mitteilung einen Vergleich schliessen wollen wo der Konzern 830 Millionen Euro als Schadensersatz offeriert hat. Aber das Unternehmen hat die horrenden Kosten der beteiligten Anwälte in Höhe von 50 Millionen Euro als absurd zurück gewiesen, dadurch ist der Vergleich nun eigentlich geplatzt. Aber nur für die Anwälte, denn VW bietet die 830 Millionen Euro immer noch an und wenn die eingetragenen VW-Besitzer wollen, wird VW eine Entschädigung zahlen.

Laut VW arbeitet man nun an der Erstellung einer Online-Plattform, auf der können sich Kunden eintragen die Geld sehen wollen. Bis dahin können sich Interessierte unter vergleich.volkswagen.de in einen E-Mail-Newsletter eintragen, um vom Unternehmen zum VW-Vergleich auf dem Laufenden gehalten zu werden. Die Kunden verzichten dann auf weitere Ansprüche und werden einmalig eine Entschädigung erhalten.

Am Ende wird VW aber wohl nicht die 830 Millionen Euro einfach auf die 400’000 eingetragenen VW-Besitzer aufteilen, die sich an der Musterklage beteiligen, der Konzern dürfte in Versuchung sein, den meisten Kunden weniger als die 2’075 Euro Schadenersatz zu zahlen.

Zum Angebot der Volkswagen AG ist von den Verbraucherverbänden noch nicht viel gesagt worden. Klar ist aber auf jeden Fall, dass VW sich immerhin einige Jahre nach Bekanntwerden des Skandales hier mit einem günstigen Trick aus der Verantwortung befreien will und die feine englische Art ist das nicht.

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