Genfer Autosalon will sich mit mehr Reinigung vor Corona-Infektionen schützen

Der Genfer Autosalon, der vom 5. bis 15. März in den Hallen des Palexpo in Genf abgehalten werden soll, wird verschiedene Massnahmen unternehmen um die Besucher vor dem Coronavirus zu schützen. Obwohl Autonews eine Anfrage gesendet hat, wie es um die Massnahmen bestellt ist, wurde unsere Redaktion bislang nicht darüber informiert was geplant ist. Laut 20 Minuten findet die Messe unter strengen Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus statt. Das letzte Wort habe das Bundesamt für Gesundheit (BAG), sagte der Direktor des Autosalons, Olivier Rihs, auf Anfrage von 20 Minuten.

Die vier Aussteller aus China und zwei aus Hongkong hätten ihre Teilnahme bestätigt. Der Anteil asiatischer Besucherinnen und Besucher an allen Gästen habe im letzten Jahr weniger als 1 Prozent betragen.

Die Palexpo plant nun einen Sanitär-Aktionsplan und will ein spezielles Reinigungs- und Desinfektions-Programm umsetzen.

In Anbetracht der Absage der Mobile World in Barcelona, die mit 100’000 Besuchern in 4 Tagen deutlich kleiner ist als der Genfer Autosalon, muss man sich aber fragen, ob die Messe in Genf die Gefahr genügend ernst nimmt. Die Gefahr ist vorhanden, dass ein einziger Infizierter tausende von Krankheitsfällen auslösen kann und da der Aufbau bereits in Gang ist, stellt sich auch die Frage ob man das Risiko wirklich tragen kann.

Im Moment sind die meisten globalen Veranstaltungen bis in den April hinein rund um den Globus am Prüfen ihre Austragungen, etliche internationale Veranstaltungen wie auch zum Beispiel der Facebook-Kongress wurden schon abgesagt. Garantiert ist, die Palexpo-Hallen werden deutlich weniger Publikum verzeichnen, denn nicht nur die Besucher aus dem asiatischen Raum sondern auch viele andere werden zu Hause bleiben um einer Ansteckung zu entgehen.

18 grosse Automarken werden in Genf dieses Jahr gar nicht dabei sein und es ist noch nicht sicher, ob alle anderen Marken wirklich antreten. Wenn man sich die für den Mobile World Congress in Barcelona geplanten Massnahmen betrachtet, bekommt man auf jeden Fall das Gefühl, die Messe in Genf nimmt den Virus nicht ernst genug. In Barcelona war geplant, nur Besucher aus Infektionsgebieten in die Hallen zu lassen, die bereits seit mindestens 14 Tagen in Europa und krankheitsfrei sind. Für Genf würde das bedeuten, dass man die Besucher bereits langsam auf solche Auflagen aufmerksam machen müsste.

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