Alles wird abgesagt, nur der Autosalon nicht?

Wo 600’000 Menschen ab dem kommenden Montag Nachmittag sich dem Thema Automobil widmen ist dieses Jahr wegen Corona-Viren alles anders. Einige Aussteller aus Italien kommen nun doch nicht an die Messe, zum Teil aufgrund der Verantwortung und zum Teil weil man nicht damit rechnet, dass man gross Geschäfte machen wird können.

17 Autohersteller hatten schon im Vorfeld die Teilnahme abgesagt und von den restlichen Unternehmen nun einige entschieden zu Hause zu bleiben. 3 Firmen aus Italien wollen nicht mehr nach Genf und nachdem sich immer mehr Infizierte ergeben, ist die Gefahr gross, dass die Messe doch noch abgesagt wird.

Dabei hat die Palexpo entschieden, Durchhalteparolen auszugeben. Man will Verdachtsfälle mit Krankheitsbildern und Husten und Grippesymptomen abfangen und hat die Aussteller angewiesen, nur gesundes Personal an die Messe zu senden. Die Palexpo will die Messe definitiv starten lassen und hofft wohl darauf, einen normalen Autosalon abhalten zu können.

Von Schweizer Ausstellern hört man nun aber unisono, dass die Personalfrage noch offen ist weil man niemanden zwingen kann, an die Messe zu gehen. Alle Aussteller wollen an ihren Ständen Desinfektionsbehälter aufstellen damit das Personal permanent die Hände reinigen kann, von einem Kontaktverbot oder Händeschüttel-Verbot sieht man derzeit noch ab. Das wird aber wohl noch kommen, wenn es in den kommenden Tagen so weiter geht.

Bei der Palexpo betont man, dass man in ständigem Kontakt mit den Behörden steht und eine Absage derzeit aufgrund der Empfehlungen des Bundes kein Thema ist. Nachdem der Engadiner Skimarathon abgesagt wurde, der immerhin rund 15000 Menschen versammelt, darf man sich aber fragen, ob die Messe sich der Gefahr bewusst ist. Ein Infizierter kann hunderte von Krankheitsfällen auslösen und die Schweiz innert zehn Tagen zum Corona-Highlight in Europa machen. Panikmache? Vielleicht.

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