Betrug bei CO2-Angaben in der Schweiz?

Wie der Tages-Anzeiger berichtet, gibt es in der Schweiz von Autoimporteuren durchaus auch Versuche, die CO2-Bilanz mit unlauteren Massnahmen zu beschönigen. Laut Tagi hat das Bundesamt für Energie (BFE) mehrere Massnahmen ausgemacht, mit denen bei CO2-Werten die Gesamt-Bilanz geschönt wird. Im Artikel werden zwei Massnahmen aufgelistet, mit denen die CO2-Werte nicht nur geschönt sondern sogar betrogen werden, denn die Massnahmen sind ganz klar illegal und betrügerisch.

Der eine Trick ist die Anmeldung von reinen Elektroautos, die allerdings nach einigen Tagen wieder abgemeldet werden und in den Export gelangen. Diese Kurzanmeldungen oder Tages-Zulassungen sorgen dafür, dass die CO2-Werte eines anderen Fahrzeuges gedrittelt werden, weil ein Elektroauto gleich doppelt mit CO2-Bilanz NULL gezählt wird. Wenn nun ein SUV mit einem 6-Zylinder oder V8-Motor mit einem CO2-Wert von 300 Gramm importiert und zugelassen wird, ist der zu versteuernde CO2-Wert durch die gleichzeitige Anmeldung eines Elektroautos gleich 100 Gramm CO2, womit man den Grenzwert von 95 Gramm CO2 nur mehr wenig überschreitet.

Der zweite Trick ist perfide, denn dort werden vor der Anmeldung die Rücksitze und die Gurte ausgebaut und das Fahrzeug als Kleintransporter angemeldet. Dieser werden mit einem Grenzwert von 147 Gramm pro Kilometer massiv weniger belastet, womit man rund 52 Gramm CO2-Steuer einspart. Nachdem das Fahrzeug angemeldet ist, wird die Rückbank wieder eingesetzt und es werden auch die Gurte wieder eingebaut, so lassen sich aber tausende von Franken sparen.

Allerdings hat der Schreibende genau diesen Sachverhalt bereits im Dezember mit dem Astra besprochen und die damalige Auskunft lautete, das solche Betrügereien nicht möglich sind und schon gar nicht im Ausmass, wie der Tages Anzeiger das berichtet. Denn beim TAGI geht es um hunderte von Fällen, die es da angeblich geben soll. Das Astra hatte mir hingegen versichert, dass sämtliche Ummeldungen von Fahrzeugen und Exporte von E-Fahrzeugen zu einer Rückverrechnung der CO2-Strafen führt, womit man die Diskussion um Verschärfung der Gesetze eigentlich schon geklärt hat. Denn die Schlupflöcher sollen gemäss BFE nun geschlossen werden, damit ist dann ein Betrug im grösseren Rahmen ausgeschlossen.

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