Renault steht vor Werksschliessungen

Bei Renault ist durchgesickert, dass es dem Unternehmen derart schlecht geht, dass man im Zuge eines milliardenschweren Sparprogramms vielleicht sogar mehrere Werke in Frankreich schliessen will. Auch das Montagewerk in Flins bei Paris, historisch eine der Gründungsstätten von Renault, könnte verkleinert und grossteils geschlossen werden.

Nach französischen Medien will Renault auf jeden Fall drei kleinere Werke auf Dauer schliessen und auch keine Autos in Flins mehr montieren. Alle vier Standorte lohnen sich nicht und die Herstellung von Autos ist dort zu teuer. Die Automobilfertigung in Flins soll aber erst 2022 auslaufen, wenn die aktuelle Version des Renault Zoe eingestellt wird. Bis vor einem Jahr wurde in Flins auch der Clio gefertigt, der wird nun im günstigeren Ausland gefertigt.

In Dieppe steht die Produktion der Marke Alpina vor dem Aus, dort wird im Manufakturstil gebaut und das ist zu teuer. Ob Alpine fortgeführt wird ist noch offen. Ebenfalls vor dem Aus stehen die Fabrik in Choisy-le-Roi bei Paris und die Giesserei in Morbihan in der Bretagne. Insgesamt geht es um rund 4000 Beschäftigte und vor allem unrentable Bereiche, die aber nur geschlossen werden können, wenn die Regierung mitspielt. Der Staat hat 15 % der Anteile am Unternehmen und wenn überhaupt geschlossen wird, fordert der Staat sicher Massnahmen zur Beschäftigungsgarantie.

Ende Mai will Renault einen Restrukturierungsplan mit Kosteneinsparungen von jährlich rund zwei Milliarden Euro vorstellen und dann wird auch klar, wie es mit der Allianz mit Nissan weitergeht, denn die japanischen Partner werden ebenfalls eine Strategieänderung Ende Mai vorstellen.

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