Ciao Alfa Romeo

Es war Zeit für eine gröbere Veränderung. Deshalb habe ich meinen 6 Jahre alten Alfa Romeo 159 sw mit 97’000 km nun abgegeben und einen modernen Wagen gekauft. Es ist kein Italiener mehr, das bedaure ich sehr. Doch die Zeiten als Auto-Tester haben gezeigt, dass die Autos welche ausserhalb von Italien gebaut werden, deutlich mehr sind als nur ideenlose Kopien. Das Image stimmt schon lange nicht mehr und die Autoindustrie ausserhalb Italiens baut heute schöne Autos mit viel Flair und Emotionen.

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Für mich war der Sprung ein grosser und ich habe mir den Entscheid nicht leicht gemacht. Gerne hätte ich gewartet bis Alfa Romeo ein neues und brauchbares Auto bringt, doch die Zeit lief für mich ab. Denn die Entwicklungen in Italien sind mir zu wenig auf die Zukunft fokussiert und mit Aussagen von „vielleicht 2015“ kann ich nicht mehr viel anfangen, wenn der Nachfolger seit 6 Jahren angekündigt ist.

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Schlussendlich habe ich mich für das beste Auto-Konzept von heute entschieden und einen Mitsubishi Outlander PHEV angeschafft. (Siehe auch Fahrbericht vom 20.11.2014) Das ist ein grosser Sprung vom Alfa Romeo zu einem Japaner, lange Jahre hatte ich behauptet das mich keine zehn Pferde in einen Japaner bringen.

Ich war auch immer sehr zufrieden mit Alfa Romeo und wenn der 159er noch gebaut würde mit einem aktuellen und modernen Motor und einem Verbrauch im Bereich von 5 bis 8 Litern , ich hätte den wieder gekauft. Falls jemand eine gute Occasion sucht, ich kann den Alfa sehr empfehlen weil er nur 7.3 Liter Diesel braucht.

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Das ich nun einen Plug-in-Hybrid gekauft habe liegt an meiner ökologischen Einstellung. Ich kann mit meinem Arbeitsweg von 26 km pro Tag rein elektrisch fahren und auf Benzin weitgehend verzichten. So fahre ich für ein Drittel der Benzinkosten meines Alfas und ich muss die kommenden drei Jahre keine Motorfahrzeugsteuern mehr bezahlen. Natürlich achte ich darauf keinen Atomstrom oder Stromaus Braunkohle-Kraftwerken  zu verwenden und werde auch die Anschaffung von Kollektoren prüfen.

Ich fahre auch sehr viel mit dem E-Bike an meinen Arbeitsplatz aber das geht nicht immer, weil ich auch Termine wahrnehmen muss.

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Bevor ich mich für den Outlander PHEV entschieden habe, testete ich enorm viele Konzepte. Da waren der Nissan Leaf, Citroen Z-Zero, Tesla Model S, der Porsche Chayenne E-Hybrid, der Volvo V60 Plug-in-Hybrid und auch der Peugeot 508 RXH, der Lexus NX 300 h sowie der Citroen DS 5 Hybrid in der engsten Auswahl. Die Hybrid-Modelle schieden aus, weil ich lieber rein elektrisch und nicht nur sparsam fahren wollte. Tesla und Porsche schieden aus wegen den schon sehr hohen Anschaffungskosten und am Schluss buhlten der Volvo V60 und der Mitshubishi Outlander um meine Gunst. Ausschlag gebend war dann der Platz, denn der Outlander hat seine Batterien Platzsparend im Autoboden versorgt, während im Volvo V60 das Kofferraumvolumen leidet.

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So fahre ich nun mit dem Mitsubishi Outlander PHEV in die Zukunft und habe damit viel Freude.

Ich werde auch weiterhin viele Autos testen um an der Front zu bleiben und vielleicht kann ich auch den einen oder anderen Italiener testen, mal sehen. Aufdrängen werde ich mich nicht und während die grossen Automarken mich nun schon sehr intensiv mit Testautos versorgen gibt es von den italienischen Marken weder Interessensbekundung noch Informationen.

Im Herzen bleibe ich Alfisti und ich werde die Historie von Alfa Romeo hoch halten. Ich werde auch beobachten was die Marke macht und hoffe die Entwicklungen der kommenden Jahre helfen der Marke wieder zu viel Glanz und Gloria. Und wer weiss, wenn das Angebot der Marke wieder passt kehre ich vielleicht auch wieder zurück.


3 Kommentare

  1. Hi Didi

    Ich verstehe, dass Du einen neuen Wagen gebraucht hast und AR im Moment nichts hat, aber dieses Auto? Es hat null Emotionen, null….warum nicht wenigstens einen schönen Volvo? Also wenn man so vom Design schwärmt und dann einen Mitsubishi kauft, dann hat man kein Designverständnis, nur Öko Vorstellungen….. Schade….aber have fun ^^

    • Ciao Marco
      Durch die sehr vielen Testautos der letzten Monate konnte ich meine Emotionen recht gut ausleben und auch enttäuschend oft feststellen, wie rückständig einige Entwicklungen in Italien sind. Da gibt es nichts mit neuen Technologien, da wird es auch jahrelang noch nichts geben. Und wenn ich mir das Auto wünschen könnte hätte ich den Porsche Cayenne e-Hybrid genommen. Technisch und von den Emotionen her ein tolles Auto. Preislich leider jenseits meiner aktuellen Situation, deshalb muss der noch warten. Und der Volvo war lange mein Favorit und er bietet zwar etwas mehr Emotionen und auch etwas mehr Power aber gerade dort hat er mich abgeschreckt, denn in meinem Test hat der Volvo dann auch gerne mal die Durstigkeit gezeigt. Und so langweilig wie du jetzt meinst ist der Mitsubishi gar nicht, das Fahrwerk und die Technologie sind beeindruckend!

  2. Hallo Didi
    Mich als langjähriger Alfa Fahrer hat der Schlag getroffen, einen Japaner !!! Du hättest viele Marken als Alternativen zur Auswahl gehabt, aber………
    Das Alfa nur noch Kleinwagen baut müssen wir nicht mehr kommentieren…… grosse Scheisse !!
    Als Alternative wäre ja vielleicht auch gewesen, den 159 zu behalten. Hast ja nicht viele KM gehabt und war ja ein tolles Auto. Und du hast ja auch nicht mehr viel für den 159 bekommen.
    Und betreffend Ökologie reden alle immer von E-Autos, hat schon jemand die Herstellungskosten/Ökologie solcher Autos und deren Entsorgung unter die Lupe genommen?
    Für mich liegt die Zukunft in den Wasserstoffautos.

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  1. Macht viel Spass: Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid | autonews.ch

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