Fahrbericht: Macht viel Spass – Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid

Seit 3 Monaten fahre ich nun mit dem Mitsubishi Outlander durch das Land. Das macht sehr viel Spass und nach einer Umgewöhnungsphase habe ich mich auch sehr daran gewöhnt, einen japanischen Geländewagen mit Strom-Antrieb zu fahren.

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Nach vielen Jahren mit Alfa Romeo war die Umstellung schon ein wenig schmerzhaft, wurde aber vom Kostenfaktor sehr stark unterstützt. Denn wenn man für wenige Kilowattstunden durchs Land fahren kann und die einzelne Kilowattstunde gar nur 20 Rappen kostet, kann man den Elektro-Antrieb richtiggehend auskosten.

Nach 3 Monaten und knapp 4’000 Kilometern ist es an der Zeit für ein erstes Fazit: Ich bin immer noch begeistert. Der Kaufentscheid fiel mir nicht leicht weil der Outlander im Bereich Emotionen und Design nicht ganz so viel italienisches Flair bietet, im Endeffekt stimmt aber der Nutzen und die Herausforderung im täglichen Umgang mit dem Gesamtkonzept.

Die Story zum Wechsel von Alfa Romeo zu Mitsubishi:
http://www.autonews.ch/?p=5421#comment-3433

Herausforderung? Genau, denn schlussendlich ist es jeden Tag erneut ein Unding, wenn man Benzin verbraucht solange die Batterie geladen ist und noch Reichweite bietet. Deshalb ist es eine Herausforderung das Gaspedal so sachte zu bedienen, dass der Steuerungsprozessor nicht den Benzinmotor hinzu schaltet. Diese Herausforderung meistere ich immer besser und bei den wärmeren Temperaturen ist es auch einfacher, denn der Benzinmotor wird auch zu Heiz-zwecken hinzu geschaltet, womit er im Winter oft mitarbeitet.

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Nun wird es wärmer und die Heizung ist nicht mehr wichtig, das freut den sparsamen Fahrer der möglichst ohne Benzinverbrauch durchkommen will. Dabei will ich auch kein Hindernis sein, denn nur wegen dem Stromantrieb will ich keinen Stau verursachen. Entsprechend fahre ich im grünen Bereich der Verbrauchsanzeige, versuche aber keine Zeit zu verlieren und sicher nicht zu trödeln.

Meine persönliche Fahrweise hat sich definitiv geändert. Statt der Schnellste bin ich nun der dynamische Autofahrer geworden der sich im Verkehr kaum mehr stresst und die Zeiten nicht den Sekunden sondern der Effizienz unterordnet. Ich will nicht mehr immer der Schnellste sein sondern das Plug-in-Hybrid-Antriebskonzept mit dem Elektromotor und dem Benzinmotor bestmöglich ausnutzen. So komme ich inzwischen auf eine Reichweite von mehr als 1’400 Kilometer mit einem Benzintank von 40 Litern. Das vor allem mit Kurzstrecken und täglicher Ladung an der Steckdose. Seit der Anschaffung des Fahrzeuges per Ende Dezember habe ich 520 Kilowattstunden Strom verbraucht und damit Kosten von ca. 104 Franken verursacht.

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Meine Kilometerleistung lag bei 4024 Kilometer und insgesamt flossen bislang 188.5 Liter Benzin durch den Tank. Damit entstanden 280.- Franken an Benzinkosten und 104.- Franken an Stromkosten. Mit diesen Kosten pro Kilometer bin ich noch nicht ganz zufrieden aber einige längere Fahrten zum Skifahren im Winterbetrieb haben mir die Gesamtbilanz verschlechtert. Das spielt aber keine Rolle, denn auch wenn der Outlander PHEV im Winter und auf Autobahnen Benzin verbraucht, im Sommer holt man das wieder auf. Und das Gesamtziel weit ökologischer zu fahren als mit meinen italienischen Autos habe ich definitiv erreicht, ich bin ganz zufrieden.

Respekt hatte ich vor dem Winterbetrieb, weil ich keinerlei Erfahrung mit Elektroantrieb im Winter hatte. Der Outlander PHEV hat sich auch hier bestens bewährt, das Auto kann auch mit der Kälte umgehen. Sehr bewährt hat sich der Allrad-Antrieb, den habe ich öfters gebraucht.

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Ich würde diesen Kauf wieder tätigen und ich wundere mich nun täglich, dass es nicht mehr Hybrid-Fahrzeuge auf den Strassen hat. Auf den ersten Blick ist die Kostenbilanz wegen den bestehenden Aufpreisen bei der Anschaffung nicht zwingend positiv. Immerhin muss man für einen Plug-in-Hybrid meist einen Aufpreis von 7’000 bis 20’000 Franken (je nach Marke) auf das gleiche Fahrzeug ohne Strom-Antrieb zahlen. Diese Summe im täglichen Verkehr einzusparen dauert Jahre, auf ein Autoleben gerechnet ist es aber möglich in den grünen Bereich zu kommen. Und hier zählt dann auch die Gesamtbilanz, denn CO2 hat man dann viel weniger verfahren, das lohnt sich für die Umwelt. Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge sind zudem steuerlich günstiger oder wie in meinem Fall steuerfrei für 4 Jahre zu nutzen, damit spart man weitere Mittel.

Ich werde mir erlauben in loser Folge von meinem Auto zu berichten und ich bin schon gespannt, wann es mir gelingt, 2’000 Kilometer mit einer Tankfüllung zurück zu legen.

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