VW hat riesigen Ärger in den USA – 500’000 Autos fehlerhaft?

Die Luftreinhaltebehörde des Staates Kalifornien hat sich VW vorgenommen und in Nachmessungen gestgestellt, dass alle Dieselfahrzeuge von VW in den USA viel höhere Stickoxid-Werte haben als angegeben. Testmessungen der Behörde haben gezeigt, das die VW-Fahrzeuge eine Software haben, die den Stickoxid-Wert tiefer einstellt, wenn eine Messung vorgenommen wird. Damit manipuliert VW in der Werkstatt und bei der Motorfahrzeugkontrolle die Stickoxid-Werte.

Die Umweltbehörde hat sich am Freitag entrüstet gezeigt und will mit voller Härte gegen VW vorgehen, es droht eine Busse von bis zu 18 Milliarden Dollar.

Wie der Missbrauch entdeckt wurde, wollte man am Freitag nicht wirklich aufzeigen, in der Umweltbehörde hat man aber Daten aus Europa mit den Daten in den USA verglichen und dabei in den USA beim gleichen Modell deutlich tiefere Werte festgestellt. Diese Werte sind aber nur während dem Messvorgang feststellbar, danach nicht mehr. Die Software zeigt einen Stickstoffwert an, der den strikten Grenzwerten in Kalifornien genügt. Sobald der Wagen aber aus der Messanlage rollt, schaltet die Software aus, womit die Fahrzeuge deutlich höhere Stickoxide ausstossen.

Die Software hat es Volkswagen nach Darstellung der Behörden ermöglicht, zwischen 2009 und 2015 Dieselfahrzeuge in den Verkehr zu bringen, die den Schadstoff-Grenzwerten nicht genügten. Nun werden von den Behörden in den USA alle 482’000 Fahrzeuge der Typen Jetta, Golf, Passat und Beetle sowie Audi A3 als zu schadstossreich bezeichnet und müssten korrigiert werden. Die Maxi­malbusse pro Fahrzeug das so am Gesetz vorbei in Verkehr gesetzt wurde beträgt 37’500 Dollar. Insgesamt könnte die Umweltbehörde von VW also rund 18 Milliarden Dollar fordern. Das Verfahren dazu wurde gestartet aber ob es wirklich soweit kommt, wird man erst noch sehen.

Das Umweltministerium fordert den Konzern auf, alle betroffenen Fahrzeuge zurückzurufen und eine gesetzeskonforme Software einzubauen. Die Umrüstung dürfte den Konzern sehr viel Geld kosten und die Diesel-Fahrzeuge in den USA weit zurück werfen, denn vor allem VW hat sich in den USA für Diesel-Fahrzeuge stark gemacht.

VW hat bislang den Aussagen der Umweltbehörden nicht widersprochen, will die Sachlage aber auch nicht kommentieren. Da nicht alle Staaten in den USA so hohe Grenzwerte wie Kalifornien haben, könnte der ganze Fall aber kleiner ausfallen als jetzt publiziert.


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