Harald Wester im Interview der Auto Motor und Sport

Harald Wester, seines Zeichens CEO von Alfa Romeo und Maserati hat sich einmal mehr in der Auto Motor und Sport ausgebreitet. Zu meinen AlfaVisione.net-Zeiten habe ich den CEO drei Mal um ein Interview gebeten, ich erhielt nicht einmal eine korrekte Antwort. Ich hätte andere Fragen gestellt als nun gestellt wurden, denn wer will schon lesen was dann im Herbst vielleicht doch noch kommt, die Fans von Alfa Romeo würden gerne wissen weshalb die Giulia immer noch nicht kommt.

einige Zitate aus dem Interview mit meinen eigenen Kommentaren:

Hier findet man das ganze Interview mit Harald Wester:
http://www.auto-motor-und-sport.de/news/harald-wester-interview-10774546.html

Frage AMS: „Sie haben einen ambitionierten Comeback-Plan für Alfa Romeo vorgelegt. Was sind die wichtigsten Meilensteine?“
„Wester: Die Giulia steht ab Juni im Handel und wird im Laufe des Jahres noch weitere Varianten bekommen. Da reden wir zum Beispiel über weitere Motoren und Allradantrieb. Im vierten Quartal folgt dann ein kompakter SUV. Aber wir haben noch einiges mehr im Köcher.“

Kommentar: Die Frage ist, weshalb die Giulia immer noch nicht gebaut wird obwohl das Werk bereits seit November umgerüstet ist. Die Giulia sollte seit Dezember 2015 ausgeliefert werden aber es gibt Null Erklärung woran es liegt. Nicht einmal die AMS frägt da nach?

Frage AMS: „Wird es die Giulia auch als Kombi geben?“
„Wester: Voraussichtlich nicht, denn es gibt global zu wenige Märkte, auf denen sich Kombis in nennenswerter Stückzahl verkaufen.“

Kommentar: Vom 156 und vom 159 wurden doch mehr Kombi-Modelle gebaut als Limousinen, insgesamt eine Million Einheiten über die Jahre und das ist unwichtig? Ich würde niemals eine Limousine kaufen, niemals.

Frage AMS: „Wie viele Einheiten wollen Sie von der neuen Alfa Romeo Giulia pro Jahr verkaufen?“
„Wester: Im nächsten Jahr, wenn alle Varianten voll verfügbar sind, rechnen wir mit über 100.000 Einheiten.“

Kommentar: Vor Jahresfrist sagte man in Genf man wolle schon 2016 150’000 Autos herstellen, nur etwa die Hälfte davon wären Giulia.

Frage AMS: „Welche Getriebearten planen Sie? Auch ein Doppelkupplungsgetriebe?“
„Wester: Neben dem Handschalter wird es die bereits bei uns im Fiat-Chrysler-Konzern eingesetzte ZF-Achtgang-Wandlerautomatik geben. Ein Doppelkupplungsgetriebe ist in Planung, aber das dauert noch etwas.“

Kommentar: Habe ich etwas aus dem Zusammenhang gerissen, der kundige Leser liest das ganze Interview und nicht die Kürzung von mir… SoSo, es wird also bei den neuen Modellen von Alfa Romeo keine TCT-Getriebe mehr geben? Was verkauft man denn jetzt eigentlich am Meisten? Handschaltungen? Glaube ich nicht, würde ich nie mehr kaufen.

Frage AMS: „Wo sollen sich Alfa-Romeo-Modelle künftig preislich bewegen? Günstiger als Audi, BMW und Mercedes?“
„Wester: Nein, sie werden preislich ähnlich liegen. Schließlich bieten wir technologisch ein vergleichbares, wettbewerbsfähiges Paket an.“

Kommentar: Alfa Romeo hat sich nie auf der Ebene der Mitbewerber bewegt und wird das auch nicht können. Will man dort rein, muss man besser sein denn das Vertrauen hat man verspielt. Es zeigte sich beim Brera und beim 159 das die Autos schwer auf Lager stehen wenn der Preis nicht attraktiv genug ist. Alfa Romeo wird auch die Giulia nur verkaufen wenn die Differenz bei 10 % bis 20 % liegt.

Es ist schade das Alfa Romeo derart unfähig war, nach dem 147 und 156 ein tolles Auto in grosser Stückzahl zu bauen. Der Brera und der 159 waren nicht schlecht aber die Stückzahlen waren zu klein und das hat Alfa Romeo in die Versenkung getrieben. Marchionne sagte damals er werde Alfa Romeo einstellen und in den USA neu Lancieren und erst nach einer Pause in Europa wiederkehren. Fast ist es so gekommen und obwohl der 4C angeblich ein tolles Auto ist (was ich nicht beurteilen kann), die Stückzahlen sind viel tiefer als angekündigt.

Ich bin gespannt auf die Giulia doch eine Limousine wird bei uns nicht gefragt sein. Kann man am 166er nachlesen. Der hatte seine Liebhaber war aber nie in grossen Mengen nachgefragt. Der Giulia droht in Europa das gleiche Schicksal.


Ein Kommentar

  1. Ich würde gerne mal Ihre Kommantare kommentieren.

    Kommentar: Die Frage ist, weshalb die Giulia immer noch nicht gebaut wird obwohl das Werk bereits seit November umgerüstet ist. Die Giulia sollte seit Dezember 2015 ausgeliefert werden aber es gibt Null Erklärung woran es liegt. Nicht einmal die AMS frägt da nach?
    Mein Kommentar: Es wurde geschrieben das Sergio Marchionne die „Qualität“ für den Auftritt der Giulia als Premium Auto nicht ausreichend genug fand. Deshalb sollte man ein „bischen“ nachlegen. Im Moment ist keine weitere Verspätung erwartet. Aber…
    Bei Alfa Romeo kann man niemals ganz sicher sein was geschehen werden kann.

    Frage AMS: „Wird es die Giulia auch als Kombi geben?“
    „Wester: Voraussichtlich nicht, denn es gibt global zu wenige Märkte, auf denen sich Kombis in nennenswerter Stückzahl verkaufen.“
    Kommentar: Vom 156 und vom 159 wurden doch mehr Kombi-Modelle gebaut als Limousinen, insgesamt eine Million Einheiten über die Jahre und das ist unwichtig? Ich würde niemals eine Limousine kaufen, niemals.
    Mein Kommentar: Kombi’s sind halt nur in Deutschland und wening in Österreich und Schweiz gefragt. Die Nachfrage in diesen Länder würde sich „im Moment“ nicht lohnen. Das Budget ist dafür zu knapp meiner Meinung. Denn laut Hausinternen Informationen liegt der Europäische-Markt nicht im Mittelpunkt von Alfa Romeo (und Maserati). Der N. Amerika und Ost-Asiatische-Markt wird bevorzugt und hier sind halt keine Kombi’s gefragt. Wenn Alfa Romeo genug verdient, dann könnte vielleicht ein Kombi in Frage kommen. Die Skitzen stehen wollmöglich in der Schublade und warten dass diese auf den Tisch kommen.

    Frage AMS: „Wie viele Einheiten wollen Sie von der neuen Alfa Romeo Giulia pro Jahr verkaufen?“
    „Wester: Im nächsten Jahr, wenn alle Varianten voll verfügbar sind, rechnen wir mit über 100.000 Einheiten.“
    Kommentar: Vor Jahresfrist sagte man in Genf man wolle schon 2016 150’000 Autos herstellen, nur etwa die Hälfte davon wären Giulia.
    Mein Kommentar: Leider ist die Wirtschaft in der ganzen Welt sehr wackelig und wenn China sich die Nase putzt erkältet sich der Rest der Welt. Und es wurde auch geschrieben das Alfa Romeo seine Verkaufspläne für 2018 auf 2020-2021 verschoben hat.

    Frage AMS: „Welche Getriebearten planen Sie? Auch ein Doppelkupplungsgetriebe?“
    „Wester: Neben dem Handschalter wird es die bereits bei uns im Fiat-Chrysler-Konzern eingesetzte ZF-Achtgang-Wandlerautomatik geben. Ein Doppelkupplungsgetriebe ist in Planung, aber das dauert noch etwas.“
    Kommentar: Habe ich etwas aus dem Zusammenhang gerissen, der kundige Leser liest das ganze Interview und nicht die Kürzung von mir… SoSo, es wird also bei den neuen Modellen von Alfa Romeo keine TCT-Getriebe mehr geben? Was verkauft man denn jetzt eigentlich am Meisten? Handschaltungen? Glaube ich nicht, würde ich nie mehr kaufen.
    Mein Kommentar: Ich glaube nicht das es einen grossen Unterschied zwischen einem TCT und einer Wandlerautomatik geben wird, sobald man beide auch manuel bedienen kann. Ich bin kein Fan von der Wandlerautomatik und würde gerne einen TCT haben aber wenn es keinen gibt, dann halt Wandlerautomat statt Handgetriebe.

    Frage AMS: „Wo sollen sich Alfa-Romeo-Modelle künftig preislich bewegen? Günstiger als Audi, BMW und Mercedes?“
    „Wester: Nein, sie werden preislich ähnlich liegen. Schließlich bieten wir technologisch ein vergleichbares, wettbewerbsfähiges Paket an.“
    Kommentar: Alfa Romeo hat sich nie auf der Ebene der Mitbewerber bewegt und wird das auch nicht können. Will man dort rein, muss man besser sein denn das Vertrauen hat man verspielt. Es zeigte sich beim Brera und beim 159 das die Autos schwer auf Lager stehen wenn der Preis nicht attraktiv genug ist. Alfa Romeo wird auch die Giulia nur verkaufen wenn die Differenz bei 10 % bis 20 % liegt.
    Mein Kommentar: Bei diesem Kommentar liege ich mit Ihnen fast gleich. Die Verfleischte Kundschaft von Audi, BMW und Mercedes würde sich mit fast gleichen Preisen für einen Alfa Romeo nicht entscheiden (nicht wegen der Qualität oder Technologie). Entweder muss sehr sehr direkt beweisen das man viel viel besser ist oder man muss, wie Sie geschreiben haben, billiger sein. Aber ich glaube das viele Händer, wenn die Giulia den gleichen Preis haben wird, schon bis 10-15 % Nachlass rechnen.

    Es ist schade das Alfa Romeo derart unfähig war, nach dem 147 und 156 ein tolles Auto in grosser Stückzahl zu bauen. Der Brera und der 159 waren nicht schlecht aber die Stückzahlen waren zu klein und das hat Alfa Romeo in die Versenkung getrieben. Marchionne sagte damals er werde Alfa Romeo einstellen und in den USA neu Lancieren und erst nach einer Pause in Europa wiederkehren. Fast ist es so gekommen und obwohl der 4C angeblich ein tolles Auto ist (was ich nicht beurteilen kann), die Stückzahlen sind viel tiefer als angekündigt.
    Mein Kommentar: Alfa 159 war und ist ein Tolles Auto. Diesem würde keiner widersprechen. Aber, weil das Auto zu schwer war konnte man warscheinlich keine Motoren mit wenigerem Hubraum verwenden. Wenn der 159er mit den aktuellen 1,4 Benziner und 1,6 Diesel Motoren produziert werden könnte, könnte man meiner Meinung nach die Verkäufe zwei oder drei Fach steigern.
    Ein 4C ist ein tolles Auto und dieses zeigt auch warum es für mindestens 18-20 Monaten ausverkauft ist (es hat aber auch mit den Schwierigkeiten der Produktion zu tun).

    Ich bin gespannt auf die Giulia doch eine Limousine wird bei uns nicht gefragt sein. Kann man am 166er nachlesen. Der hatte seine Liebhaber war aber nie in grossen Mengen nachgefragt. Der Giulia droht in Europa das gleiche Schicksal.
    Mein Kommentar: Die Neuauflage des 166 wird widerum nicht für den europäischen Markt geplant. Es ist der amerikanische und Ostasiatische Markt. Aber ich bin gespannt wie man die Klientel auch hier von den drei Premium-Marken angeln kann.

    Kommentar didi Klement vom 6.4.2016:
    Finde es gut wenn Kommentare nicht unkommentiert bleiben, man muss aber darauf achten bei der Sache zu bleiben. Im Kommentar gehe ich nciht darauf ein was ich an anderer Stelle gelesen habe, da es um das Interview geht. Da stellt sich die Frage weshalb AMS die Frage nicht stellt und keine Antworten verlangt.

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