Sonntagsfahrer im VW Käfer Cabrio

Die Ostschweiz am Sonntag hat vor zwei Wochen Linda Fäh im VW Käfer Cabrio präsentiert und das grüne VW Cabrio auch für eine Sonntagsfahrt angeboten. Man musste nur ein originelles Ziel angeben, den Käfer zugeteilt erhalten und die Fahrt antreten.
sonntagsfahrer

Letzten Donnerstag habe ich eine schöne strecke von Flawil über Hemberg auf die Schwägalp eingegeben und schon zwei Stunden später erhielt ich von der Marketingleiterin das Angebot, am kommenden Wochenende im Käfer Platz zu nehmen. – Entweder hat die Ostschweiz am Sonntag derart wenig Erfolg das ich den Zuschlag erhielt oder die anderen Sonntagsfahrer in der Anmeldeliste hatten andere Wochenenden angegeben. – Auf jeden Fall war die Freude sehr gross und ich kündigte meiner Familie ein spannendes Wochenende im Cabrio an.

IMG_0279

Am Freitag durfte ich den VW Käfer Cabrio dann in der City Garage in St. Gallen in Empfang nehmen, das traf sich bestens mit dem Standort, weil unser Büro gerade nebenan liegt und ich somit auch einen Parkplatz hatte. Das Team der City Garage hatte den wunderschönen Käfer schon bereit gestellt, der zuständige Fachmann hatte aber leider noch eine Ablieferung eines Tiguan, dadurch verzögerte sich meine bzw. unsere Abfahrt, denn mein Sohn Basil liess es sich nicht nehmen, mich zu begleiten.

Bei schönem Wetter schnappten wir den Picknick-Korb der Ostschweiz am Sonntag, die Picknick-Decke und den Käfer, machten zuvor aber noch das Dach auf, um die Sonne zu geniessen, die sich ab und zu sehen liess. Die erste Fahrt führte uns ins Spital St. Gallen, dort besuchten wir den Grossvater von Basil, der einige Tage im Spital verbringen musste. Anschliessend ging es gemütlich nach Hause und der Käfer zeigte sich als gemütlicher Begleiter.
IMG_0296

Nicht ganz einfach zu fahren ohne Servo-Lenkung und mit stehenden Pedalen aber wenn man mal einige Zeit gefahren ist, geht es dann schon. Das ausgeleierte VW-Getriebe machte mir ab und zu Schwierigkeiten, vor allen die Schaltung vom 1. in den 2. Gang und wieder zurück brauchte etwas Gewöhnung.

Am Samstag waren die meisten Familienmitglieder schwer beschäftigt, deshalb fuhren wir erst Abends in den Ausgang. Lange überlegten wir ob wir an den Bodensee fahren sollten oder auf die Schwägalp, das Wetter war aber eher immer wieder bewölkt und zu viert offen zu fahren war man dem Zug ausgesetzt. Deshalb wählten wir schlussendlich die Strecke Flawil, Unterrindal, Lütisburg und landeten dann im Restaurant Schlössli in Tufertswil. Dort assen wir etwas und genossen die Sonnenstrahlen.

IMG_0300

Der Sonntag war leider nicht sehr vielversprechend angekündigt, es war Dauerregen angesagt. Am Morgen ging es aber noch, deshalb fuhren wir offen nach Magdenau, um dort am Weiher noch einige Fotos zu schiessen. Anschliessend machten Basil und ich uns auf den Weg über Degersheim, Dicken, St. Peterszell und Hemberg nach Urnäsch und anschliessend in die Schwägalp. Leider konnte wir aufgrund der dichter werdenden Wolken nur bis Degersheim offen fahren, danach mussten wir das Dach schliessen.

IMG_0329

Doch auch mit geschlossenem Dach machte der Käfer viel Freude, denn das urchige Teil krabelt und kraxelt jeden Berg hoch, solange man es gemütlich nimmt. Die schönen Nebenstrecken passten dem Käfer ganz gut in den Kram. Gerade die schmalen Strassen in den Toggenburger Hügeln zeigten auch auf, dass man früher Recht hatte damit, dass man die Autos schmaler baute. Der VW knarrte und knackte intensiv, die Blattfedern knirschten und quietschten auch, aber das gehört zu einem im Jahr 1974 gebauten Auto sowieso dazu. Das Fahrverhalten passte hervorragend zur gewählten Strecke und dem Fahrziel sowie auch der berechneten Zeitreserve, man darf schliesslich ein so altes Auto nicht hetzen wollen, das kommt sonst nicht gut. Denn jeder Hügel, jeder noch so kleine Berg hat auch ein Tal und der Käfer ist nicht mit Scheibenbremsen ausgestattet. Damit hat er einen etwas längeren Bremsweg, man muss auch darauf achten, dass die Bremsen nicht durch überbeanspruchung zu heiss werden.

Auf der Schwägalp war eine längere Pause mit Mittagessen eingeplant, leider regnete es leicht. So war es nicht möglich, viele Fotos zu schiessen, nur gerade das nötigste lag an.

IMG_0343

Die Rückfahrt traten wir über Ebnat Kappel und Wattwil und Liechtensteig an, so cruisten wir gemütlich nach Hause. Statt den vom Navi berechneten 50 Minuten für einen Weg hatten wir 90 Minuten aber die Fhart gehörte mit zum interessantesten Ausflug der letzten Jahre. Denn durch die Beschriftung des Autos mit „Ostschweiz am Sonntag“ fährt man sehr auffällig, viele Leserinnen und Leser der Zeitung winkten uns dann zu weil sie uns als Sonntagsfahrer erkannt hatten. – Und das mir, der ich Sonntagsfahrer im Strassenverkehr nicht leiden kann 😉 –

Wenn ich zurück denke an die Autos die ich schon bewegen durfte ist der Käfer Cabrio mit Baujahr 1974 eines jener Autos, die mich begeistern und die ich mir auch für meine Traum-Garage vorstellen könnte. Denn der Käfer ist ein Klassiker der Extraklasse und das hat er mir erneut bewiesen. Natürlich fahre ich solche Strecken auch gerne mit einem Sportwagen ab und ich denke es wäre wieder einmal an der Zeit für eine ausgedehnte Tour, aber wenn man mit einem Oldtimer unterwegs ist fährt man deutlich bewusster.

Kommenden Sonntag sollte zu meiner Fahrt mit dem Käfer in der „Ostschweiz am Sonntag“ ein Bericht erscheinen, dieser wird dann auch online verfügbar werden auf www.sonntagsfahrt.ch. Der Bericht stammt dann aber nicht von mir, der wird von einem OAS-Redaktor verfasst.

Übrigens: Das VW Käfer Cabrio kann man auch gewinnen! Das Cabrio wird nach der Aktion Ende August unter den Teilnehmern der Sonntagsfahrt sowie den TeilnehmerInnen des Wettbewerbes verlost. Ich würde es sofort nehmen, das gebe ich zu.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.