Fahrbericht: Der Golf 7 update mit dem 1.5 TSI

Volkswagen hat den Golf 7 erneuert und Anfang Februar der internationalen Presse auf der Ferieninsel Mallorca vorgestellt. Der neue Golf ist der alte, er erhielt aber vor allem eine vollkommene Modernisierung und digitale Überarbeitung weil der Golf 8 erst im Jahr 2019 erscheinen wird.
Die Überarbeitungen aussen sind gering, das Blechkleid wurde nicht angetastet da man sonst die Press-Werkzeuge vollkommen neu entwickeln hätte müssen. Neu sind deshalb die Teile, die man auswechseln kann, so zum Beispiel die Stossfänger, der Grill und die Scheinwerfer, sowie die Lichtsignatur. Die Tagfahrlichter wirken optisch wie eine Verlängerung der Chromleiste im Kühlergrill. Neu sind Voll-LED-Scheinwerfer erhältlich, aber nicht in allen Ausführungen bereits Standard.
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Die grössten Veränderungen passierten im Innern. Statt Armaturen gibt es nun ein digitales Diplay mit 9.2 x 8 Zoll. In diesem von VW als „Active Info Display“ bezeichneten Informationsdisplay werden Tacho, Navigation und Drehzahlmesser sowie alle anderen Informationen dargestellt. Dabei hat der Fahrer oder die Fahrerin die Wahl zwischen vielen verschiedenen Darstellungen. Eine wichtige Änderung passierte auch mit dem Monitor in der Mitte, dieser wurde nun mit einer Gestensteuerung ausgestattet. Der grosse Vorteil ist, dass man nicht mehr falsch drückt nur weil man eine Bodenwelle erwischt hat und gerade irgendwo drücken wollte. Der zweite Vorteil ist die Sauberkeit auf dem Display, denn man muss nicht mehr zwingend drücken und hinterlässt keine Fingerabdrücke mehr.
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Mit dem Update auf dem Golf 7 bringt VW auch ein neues DSG Getriebe mit 7 Gängen auf den Markt, das mit einem besonderen Motor gekoppelt werden kann. Der neue 1,5-Liter-Vierzylinder-Motor ist speziell auf heutige Ansprüche erarbeitet worden, um 150 PS in den Golf zu bringen. Der neue Motor wird im Verkauf etwas teurer werden, der genaue Preis in den einzelnen Ausführungen ist aber noch nicht in jeder Ausführungslinie festgelegt.
Der Neue Motor hat knapp 100 Kubikzentimeter an Hubraum zugelegt, der Hub wurde verlängert und die bisherigen Zylinderbuchsen wurden nicht mehr zum Einsatz gebracht. Eine hauchdünne, im Plasmaspritz-Verfahren aufgebrachte Lauffläche übernimmt die Aufgabe der Zylinderbuchse.
Sehr wichtig ist beim neuen 1,5er-Motor der VTG-Lader, eine Turbine mit variabler Geometrie. Diese Technik ist wegen der hohen Abgastemperaturen bislang nur bei Porsche im Einsatz, mit dem Golf wird sie nun aber breiter eingesetzt, alle Bluemotion-Modelle bekommen den verstellbaren Lader.
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In Mallorca durfte ich den 1.5 Liter TSI-Motor mit seinen 150 PS und einem konventionellen Abgasturbolader testen. Dabei hat mich der Motor von Anfang an sehr begeistert, der Golf kommt damit sehr gut und angenehm sportlich über die Runden. Der Motor ist eine kleine Spur dynamischer als der Vorgänger und der Sound ist etwas besser entwickelt. Der Testwagen war mit einem 7-Gang DSG-Getriebe ausgestattet und damit durfte ich den aktuellsten Motor mit dem aktuellsten Getriebe kombiniert kennenlernen – ich habe da keine Mängel feststellen können.
Der Turbo hängt feinfühlig am Gas, atmet bei niedrigen Drehzahlen kräftig durch, die Gänge kommen vom Getriebe dann, wenn diese erwartet werden. Egal ob lange Gerade oder kurvige Strecke, der Golf fühlt sich so ganz gut an. Interessant ist die Dynamik

VW Golf 7 Update mit 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner (TSI)
110 kW/150 PS bei 5.000 – 6.000 U/min,
maximales Drehmoment: 250 Nm bei 1.500 – 3.500 U/min,
0-100 km/h: 8,3 s
Vmax: 216 km/h,
Durchschnittsverbrauch: 5,2 l/100 km,
CO2-Ausstoß: 119 g/km,
Abgasnorm: Euro 6, Preis: ab 21’450.- (für die 1.0 TSI-Motoren)

Weitere Fahrberichte Golf 7 update:

Fahrbericht: Der Golf 7 Update mit dem GTD-Dieselmotor
Fahrbericht; Der Golf 7 GTI nach dem Update

Später in diesem Frühling wird VW auch noch einen neuen Golf GTE (Plug-in-Hybrid) sowie den neuen e-Golf mit einer Reichweite von 300 Kilometer auf den Markt bringen.


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