Tesla schafft Prognosen nicht, weniger Produktion und Absatz

Der Elektroautohersteller Tesla steht jedes Quartal erneut auf dem Prüfstand und das sieht man heute deutlicher denn je. Die Produktionszahlen sind hoch, viel höher als vor Jahresfrist aber die Presse in Europa berichtet nur davon, dass die Produktion bei Tesla um 9’000 Autos zurück gegangen ist. Der Elektroautobauer hat damit im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt und einen Absatz um 31 Prozent tiefer als im Vorquartal erzielt.

Tesla hat im ersten Quartal weniger Autos ausgeliefert als erwartet und der Hauptgrund ist die Lieferkette, denn inzwischen liefert man in Europa und Asien aus und da brauchen die Schiffe deutlich länger als in den USA, wo die Lieferwege maximal 5 Tage betragen und das Auto ist beim Kunden.

Analysten hatten mit 58’900 ausgelieferten Model 3 gerechnet und die Zahl hätte Tesla übertroffen, wenn die Autos nun nicht irgendwo auf dem Weg zu den Kunden wären. Dort ist das Problem zu finden, weshalb Tesla nur 50’900 Model 3 ausgeliefert hat, wie Tesla selbst gesteht.

Unter anderem hätte Tesla gerne in der Schweiz am Sonntag den 31.03.2019 Autos ausgeliefert und es stehen in Kloten und Bülach mehrere hundert Fahrzeuge bereit, das Problem ist aber der Gesetzgeber, denn es gab keine Bewilligung für die Auslieferung am Sonntag. Ob dann die Kunden am Sonntag Morgen bereit sind zu Tesla zu pilgern um das Auto abzuholen wäre dann ja eine andere Frage gewesen. In Deutschland wurden einzelne Tesla Model 3 auch am Sonntag ausgeliefert, mehrere Kunden erhielten die Fahrzeuge am Sonntag vor die Türe gestellt. Aber eine funktionierende Lieferkette sieht anders aus, der Weg vom Werk bis zum Kunden ist noch keine Paradedisziplin von Tesla und in der Logistik muss man noch viel lernen.

Der Absatz aller Modelle rutschte im Vergleich zum vierten Quartal um 31 Prozent auf 63’000 Einheiten und die Produktion ging um 10,9 Prozent auf 77’100 Autos zurück. Im letzten Quartal bis Dezember konnte Tesla noch 86’555 produzierte Autos verbuchen, das war deutlich mehr.

Im Februar hatte Konzernchef Elon Musk bereits angekündigt, das erste Quartal könnte einen Verlust bringen, dem ist nun auch so obwohl die Zahlen noch nicht publiziert wurden. Vorsorglich hat Tesla aber schon angekündigt, dass man unter Druck geriet und die Zahlen rot sein werden.

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