Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn

Gegen den Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und weitere Manager aus jener Zeit bei VW wird im Diesel-Skandal nun doch noch Anklage erhoben, es haben sich genügend Verdachtsmomente ergeben, heisst es von der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Der frühere Konzern-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Führungskräfte werden nun wegen schwerem Betrug angeklagt und müssen sich vor Gericht verantworten. Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe sagte am Montag der Deutschen Presse Agentur DPA, das Landgericht Braunschweig habe die Anklage am Freitag erhalten und wird die nächsten Wochen über die Klage-Zulassung befinden.

Die Klage richtet sich gegen fünf Führungskräfte die Millionen von Fahrzeugen manipuliert haben und zwar vielleicht nicht die ausführenden Technikger aber doch die Verantwortlichen Entscheider waren, nach deren Entscheidung die Manipulationen vorgenommen wurden. Im Verfahren geht es um einen besonders schweren Fall von Betrug sowie einen Verstoss gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Gegen Winterkorn gibt es zudem einen Klagevorwurf auf Untreue, der damalige Vorstand von VW hatte nach dem 25. April 2014 Kenntnis von rechtswidrigen Manipulationen an Diesel-Motoren und hat diese weder gestoppt noch intern bekannt gegeben. In der Zeit vom 24. April 2014 bis Mai 2015 war dem VW Vorstand bereits bekannt, dass man Abschaltvorrichtungen eingebaut hatte und die Amerikaner ermittelten, man hatte aber weder reagiert noch den weiteren Einbau der Software untersagt.

Insgesamt ermittelt die Behörde gegen eine Vielzahl weiterer VW-Mitarbeiter die mehr oder weniger verantwortlich sind.

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