Käufer können VW-Diesel zurückgeben und bekommen Kaufpreis erstattet

Das Landgericht Nürnberg hat kürzlich entschieden, dass Autobesitzer die vom Diesel-Skandal betroffen sind, ihren VW nun zurück geben können und auch die Nutzungsentschädigung an VW ersparen. Bislang wurde je nach Kläger eine Nutzungsgebühr abgezogen, damit der Käufer nicht auch noch den Nutzen hatte. Nun hat das Gericht in Nürnberg entschieden, die Nutzungsgebühr zu streichen.

Das Landgericht Nürnberg hat nun entschieden, behauptet Focus, für die Berechnung der Nutzungsentschädigung nur noch den Zeitpunkt anzurechnen, der zwischen der Rückrufanordnung von VW (vorher konnte der Käufer nicht wissen, dass sein Auto betroffen war) bis zur Klageabwicklung liege. In der Regel sind das die letzten Monate seit Sommer 2018 und das Gericht findet, damit haben die Käufer bereits genug bezahlt. Die Zeit davor und auch wenn das viele Jahre betrifft, will das Gericht dem Konzern auferlegen.

Im Februar hatte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe klargestellt, dass die Abschaltung der Abgasreinigung bei den Betrugs-Dieseln des VW-Konzerns ein Sachmangel ist. Diesen hat der Volkswagen-Konzern zu verantworten und die Gerichte sind in den letzten Urteilen durchaus dazu bereit, gegen den Konzern zu sprechen, weil der Konzern auch einfach zu stur agiert.

VW spricht vor Gericht immer noch davon, dass der Konzern unschuldig ist und niemanden Schaden entstanden ist. Es könnte sein, dass diese Haltung bald kontraproduktiv ist.

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