Audi-Manager der Lade-Lüge beim E-Tron überführt

Audi bezeichnet sich gerne als Speerspitze der Entwicklungen im Automobilbereich und der E-Tron wurde von Audi von Anfang an als Übermass der E-Dinge bezeichnet. Die 150 KW Ladeleistung des Audi E-Tron und die hohe Rekuperationsbilanz von bis zu 30 % hat Audi gerne als konkurrenzlos dargestellt, nun wurde aber ein Audi-Manager bei einem Lade-Vergleich mit Tesla als Lügner entlarvt.

Bei der Vorstellung des e-tron im vergangenen September war der Audi die Speerspitze und die Ladeleistung von bis zu 150 Kilowatt konnte kein anderes Auto erzielen. Der Audi-Produktmanager Matthew Mostafaei hat gegenüber Journalisten stets betont, dass man einen Vorsprung gegenüber Tesla hat, der nun aber definitiv vom Tisch ist. Tesla hat die maximale Ladeleistung beim Model 3 auf 250 kW erhöht, woraufhin Mostafaei Mitte Mai bei einem Vortrag auf der New York Auto Show versuchte, die Überlegenheit des e-tron mit fingierten Tabellen zu beweisen.

Bei der Messe in New York legte Mostafaei eine Folie auf, die angeblich zeigt, wie der e-tron trotz seiner niedrigeren Spitzenleistung schneller bis 80 Prozent lädt als ein Tesla an der neuesten Supercharger-Generation V3. Die Folie beweist das auch, allerdings haben nun Physiker nachgerechnet und festgestellt, dass die Zahlen fingiert sind zu Ungunsten von Tesla. Simon Barke und Myles Clark kommen nun in den US-Medien zum unschönen Schluss: Nicht nur habe der Manager eine Grafik zur Tesla-Ladeleistung ohne Quellengabe aus dem Internet übernommen. Er soll auch die Achsen der Darstellung verschoben und umskaliert haben, was eine Fälschung ist. Unter anderem ist der Tesla nun beim Ladevorgang bei einem Akkustand von unter 0 Prozent zum Laden angetreten und das ist rein praktisch nicht möglich.

Die korrekten Daten der Ladekurve zeigen nun auf, dass der E-Tron dem Model 3 von Tesla auf jeden Fall unterlegen ist. Zudem hat der Audi-Manager vollkommen vergessen, den deutlich niedrigeren Stromverbrauch auf 100 Kilometer des Model 3 in die Wertung aufzunehmen, deshalb ist der ganze Vortrag Quatsch.

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