Fahrbericht: Skoda Fabia Monte Carlo

Die VW-Tochtermarke Skoda steht eher für Alltagsauto und das Sortiment bietet zwar das eine oder andere RS-Modell aber im Endeffekt setzt Skoda auf Vernunft gepaart mit Alltag und Nützlichkeit. Der Skoda Fabia Monte Carlo ist hier ein Beweis für weniger Alltag und die Betonung der Rallye-Gene der Marke Skoda, denn im Rallyesport hat das Unternehmen schon viele Erfolge gefeiert. Der sportliche Look und die breiteren Reifen stehen dem Fabia sehr gut und als Monte Carlo macht der kleine Sportler einiges an Eindruck.
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Der Monte Carlo wurde umfassend ergänzt mit sportlichen Elementen und so bietet das Sondermodell einen Frontspoiler, einen modernisierten Kühlergrill, Aussenspiegel und Seitenschweller, einen Dachkantenspoiler und einen Heckdiffusor.
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Unter der Motorhaube des Skoda Fabia Monte Carlo arbeitet der aus dem Up! GTI schon bekannte 1,0 Liter grosse Dreizylinder-Turbobenziner mit 110 PS, das tönt nach wenig, ist aber sportlich programmiert. Der Fabia erzielt ein maximales Drehmoment von 200 Nm, das ist für das geringe Gewicht ein guter Wert.
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Der Motor sieht zwar auf dem Papier reichlich untermotorisiert aus für einen Wagen mit Rallye-Genen, das täuscht aber gewaltig. Die Ingenieure bei VW und Skoda haben dem 3-Zylinder eine besonders sportliche Dynamik eingehaucht und damit kann der Monte Carlo sehr viel mehr als erwartet wird. Zudem ist Downsizing durchaus in, in Zeiten von hoher CO2-Konzentration und vielen täglichen Staus ist ein sportliche Motor vollkommen überheblich.
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Seine Stärken zeigt der Dreizylinder-Turbobenziner im mittleren Drehzahlbereich über 2000 Touren, da kann er durchaus glänzen und steht für sportliche Betonung eines Sprints, wenn auch nicht im Powermodus.

In der Fahrdynamik ist der Fabia Monte Carlo vorne mit dabei, die Lenkung spricht spontan und direkt an und auch bei schnellen Lastwechseln und hohem Kurvenspeeed bleibt der Monte Carlo auf Kurs. Hilfreich ist hier ein dynamisches Differentialsperrsystem namens XDS, mit dem werden die Untersteuer-Tendenzen des Monte Carlo ausgehebelt.
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Mein Fazit:
Der Skoda Fabia Monte Carlo ist weder Kleinwagen noch Sportler, er ist ein Arbeitstier mit einer Portion Charakter und einer tollen Note von Sportlichkeit. Dabei schindet der M.C. mehr Eindruck als er verdient, das haben die Skoda-Designer gut gemacht. Schlussendlich ist der Preis ein wichtiges Kriterium und dort vermag der Skoda FAbia Monte Carlo zu glänzen. Wo sonst gibt es für knapp 27’000 Franken ein abgerundetes Auto mit rundum zufrieden stellenden Werten.

Technische Daten Skoda Fabia Monte Carlo 1.0 TSI (110 PS):
Länge x Breite x Höhe: 3,997 x 1,732 x 1,482 Meter
Radstand: 2,470 Meter
Antriebsart: Frontantrieb
Hubraum Vierzylinder-Turbobenziner: 999 cm³
Leistung: 81 kW/110 PS bei 5.000-5.500 U/min
Drehmoment: 200 Nm bei 2.000-3.500 U/min
Getriebeart: 7-Gang-DSG-Automatik
Vmax: 195 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,6 Sekunden
Leergewicht: ca. 1.132 Kilogramm
Durchschnittsverbrauch (nach WLTP): 5,7 l/100 km
CO2-Emission: 129 g/km
Preis: 26’967.- CHF

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