Auto-Schweiz verteidigt den Verbrennungsmotor

Bei Auto Schweiz ist der Verbrenner immer noch das Thema Nummer eins. Wie es im neuesten Klarsicht-Newsletter heisst, wurde an der Generalversammlung vom Professor Konstantinos Boulouchos, Leiter des Schweizer Kompetenzzentrums für effiziente Mobilität an der ETH Zürich, der Verbrennungsmotor der Zukunft vorgestellt. Das Fazit lautet: Auch der Verbrennungsmotor kann in Zukunft mithilfe synthetischer Treibstoffe klimaneutral betrieben werden. Laut Prof. Boulouchos wird er im Mix mit batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen weiterhin unverzichtbar bleiben, besonders im Langstreckenverkehr. Die Zahlen und Daten, mit denen der Gastreferent seine Thesen untermauerte, waren scheinbar überzeugend. Allerdings dürfte er sich kaum mit den echten Kosten beschäftigt haben, die da auf die Treibstoffbranche zukommen.

Andreas Burgener betonte im Begleittext: Ein Fazit dieser Präsentation möchte man dieser Tage so manchem «Klima-Aktivisten» entgegenrufen: Der Weg zu einer quasi CO2-freien Mobilität innerhalb der kommenden 30 bis 40 Jahre stellt eine gigantische Herausforderung für die Menschheit dar. Ein enormer Aufwand und horrende Kosten für Wirtschaft und Bevölkerung sind absehbar – ganz zu schweigen von möglichen Einschränkungen unserer gewohnten Lebensqualität und Bewegungsfreiheit. An eine klimaneutrale Schweiz in gut zehn Jahren ist dabei beim besten Willen nicht zu denken. Professor Boulouchos hat eindrücklich aufgezeigt, dass der Verbrennungsmotor Teil der Lösung sein kann – seine Ablösung hingegen steht noch lange nicht bevor, betont Andreas Burgener.

Damit verkennt Auto Schweiz, dass der Verbrennungsmotor keine Zukunft mehr hat, egal ob die Schweiz reich genug ist, künstlich zu horrenden Kosten CO2-neutralen Ersatzbenzin herzustellen oder nicht. 8 Länder wollen bis 2030 den Verbrenner verbieten, die Schweiz würde gut daran tun, da nicht zu weit weg zu stehen. Wenn Länder wie China und Indien es sich leisten können die Verbrennungsmotoren zu verbannen wird auch die Schweiz sich nicht erlauben können, auf Verbrenner zu setzen. Und künstlich hergestelltes Benzin hat durch den Herstellungsprozess einen ähnlich lausigen Wirkungsgrad wie Wasserstoff, der Preis jenseits aller Hoffnungen, damit zu akzeptablen Preisen Motoren zu betreiben können.

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