Das Märchen vom Wasserstoff ist Quatsch

Wasserstoff ist angeblich die bessere Alternative zu batteriebetriebenen Elektroautos und deshalb sorgen Branchenvertreter dafür, dass die Kunden warten und sicher kein Elektroauto kaufen. Die Entwicklung auf der Fahrzeugseite hat sich nun aber gerade selbst abgeschafft, die Autobauer konzentrieren sich auf Elektromobilität mit Batterie.

Auch beim jüngsten Autogipfel in Deutschland ging es um „Technologieoffenheit“, mit der man verhindern will, dass nur Batterieangetriebene Elektroautos entwickelt werden. Doch heute kann man klar festhalten, die Batterie hat gewonnen und es gibt nie eine wirklich Alternative dazu. Wasserstoff braucht pro Kilometer doppelt so viel Strom als ein Batterieauto und ist damit doppelt so teuer unterwegs, das kostet viel zu viel Geld. Und auch die Technik kostet sehr viel mehr Geld und wer je einmal bei einem Tankvorgang dabei war, so einfach wie man uns das vorgaukeln will, ist das ganze Nicht. Otto Normalverbraucher wird denn auch grosse Augen machen, wenn er einmal einen Tank für Wasserstoff in den Händen hält, der in seine Auto eingebaut ist. Dürfte sogar schwierig sein den Tank zu halten, denn ein Tank wiegt deutlich mehr als 100 Kilogramm.

In modernen Wasserstoffautos besteht der Tank für Wasserstoff aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Ein Tank für fünf Kilogramm Wasserstoff wiegt 125 Kilogramm. Denn der Tank muss den Wasserstoff nicht nur dauerhaft halten können, sondern auch den Sicherheitsanforderungen für Autos entsprechen. Bei einem Unfall darf er auf keinen Fall bersten. Die Wasserstoff-Forschung weiss ganz genau, das mit einer einzigen Explosion eines Autos mit Wasserstoffantrieb das Thema vom Tisch ist. Man hat es in Schweden gesehen als eine Wasserstoff-Tankstelle in die Luft geflogen ist. Alle Tankstellen hatten das gleiche Konstruktionsprinzip und alle wurden dicht gemacht.

Es gibt noch das schöne Märchen vom schnellen Betankungsvorgang. Angeblich kann man ja einen Tank innert 4 Minuten füllen, ähnlich wie beim Benzin muss man nur vorfahren, Zapfpistole einhängen und laufen lassen. Da auf der Leitung und dem Tank der Tankstelle starker Druck ist, dauert es auch nicht wirklich lange, bis der Tank des Autos mit Wasserstoff gefüllt ist. Weil der gelagerte Wasserstoff nach jeden Tankvorgang wieder auf die für Fahrzeuge erforderlichen 700 Bar verdichtet werden muss, kann das zweite Wasserstoffauto aber erst nach 20 weiteren Minuten betankt werden. So lange dauert der Vorgang und weil eine heutige Wasserstofftankstelle nur Wasserstoff für 50 Betankungen lagern kann, muss auch der Lastwagen mit dem Wasserstoff häufiger erscheinen. Pro Tankstelle muss ein Betreiber satte 2 Millionen Euro investieren, entsprechend unrentabel dürfte das ganze Geschäft wohl sein. Und wer ein einziges Mal an der Tankstelle hinter zwei anderen Fahrzeugen warten muss bis man selbst den nötigen Druck hat um tanken zu können, wird sich die Technik nicht mehr lange antun.

Schlussendlich kostet Wasserstoff aber viel Energie in der Erzeugung und es ist nicht wahr, dass man Abfallstrom nimmt, im Gegenteil. Meist wird heute Wasserstoff in Gaskraftwerken hergestellt und erzeugt bei der Herstellung auch CO2. Weil die Lagerung und die Verdichtung sehr viel Energie verschlingt, braucht es schlussendlich die doppelte Menge an Strom, die ein E-Auto benötigt um von A nach B zu kommen.

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