ADAC rechnet mit veralteten Stromwerten Elektroautos schlecht

Wie die deutsche Wirtschaftswoche berichtet, sind Elektroautos deutlich klimafreundlicher als vom Automobilclub ADAC bislang dargestellt. Der ADAC hat zudem eine dicke Rüge vom Umweltbundesamt kassiert, weil der in einer Studie behauptet, Elektroautos seien dreckiger als Diesel- und Benziner. Der ADAC hatte aber Stromdaten vom Jahr 2013 als Grundlage genommen und damals gab es kaum erneuerbare Energien. 2013 hatte Deutschland einen kleinen Ökoanteil von nur 23 Prozent.

Da der Ökostromanteil für das Jahr 2017 von 36 Prozent bekannt gewesen war, als die ADAC-Studie erstellt wurde, wird der Autofahrerverband nun reihum als ewiggestrig bezeichnet. Die Verwendung der neuen Zahlen hätte ein besseres Resultat ergeben und aktuellere Zahlen hätten ein noch bessere Bild vermittelt. Aktuell liegt der Ökostromanteil laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) sogar bei 44 Prozent für das erste Halbjahr, da sieht jede Rechnung um eine vielfaches besser aus.

Der ADAC war in seiner Studie zu dem Schluss gekommen: „Es kann keine pauschale Aussage getroffen werden, welche Antriebsart generell die beste CO2-Bilanz aufweist. Das Elektroauto ist nicht immer besonders klimafreundlich“.

Die Berechnungen des UBA kommen zu einem anderen Schluss: „Im Vergleich mit einem besonders sparsamen Dieselfahrzeug liegt der CO2-Vorteil eines Elektroautos bei 16 Prozent, gegenüber einem modernen Benziner bei 27 Prozent.“ Weil der deutsche Strom künftig noch mehr Ökoanteil enthalten wird, steigt der Vorteil auf bis zu 40 Prozent bei einem E-Auto an, dass in einigen Jahren fährt. Die Berechnungen von UBA und ADAC beziehen sich auf den gesamten Lebenszyklus eines Autos, also Herstellung, Betrieb und Entsorgung.

Für die Schweiz sieht die Rechnung noch einmal anders und positiver aus, weil der Strommix in der Schweiz zu 62 % aus nachhaltiger Quelle stammt.

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