CO2-Bussen steigen auf rund 750 Franken pro Auto an

Die Schweizer Autoimporteure müssen für das Jahr 2018 satte 31 Millionen Franken an CO2-Bussen an den Staat abliefern, weil die Unternehmen es versäumt haben, ihre Fahrzeugpalette CO2-neutral zu gestalten. Die 31 Millionen Strafsteuern pulverisieren den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2015, als die Branche 12.6 Millionen Franken Strafzahlungen zu leisten hatte. Da jedes Jahr etwa 300’000 Neuwagen in die Schweiz importiert werden, sind die 31 Millionen rund 100 Franken pro Fahrzeug.

Klar ist, die Autos haben durchschnittlich knapp 138 Gramm CO2 pro Kilometer ausgestossen und das Gesetz sah für das Jahr 2018 einen Wert von 130 Gramm vor. Klar ist auch, viele Importeure haben ihre Fahrzeuge besser im Griff als Mercedes-Benz und Fiat, denn das sind die beiden Unternehmen die zwei Drittel der Bussengelder auf sich vereinen. Fiat muss für 15’000 Fahrzeuge satte 11.4 Millionen Franken Busse bezahlen, das dürfte vor allem der Marke Jeep geschuldet sein. Mercedes Benz muss für 21’000 Fahrzeuge rund 10.5 Millionen Franken zahlen, das liegt nicht nur an AMG sondern auch an den vielen SUVs im Programm.

Weil die CO2-Grenzwerte für jeden Importeur individuell festgelegt werden ist es wohl auch eine Sache von Verhandlungen, weshalb die einen Importeure derart viel zahlen müssen und andere besser weg kommen. Unternehmen wie Amag und Porsche sowie BMW zahlen fast keine Bussen, die konnten das wohl mit der Flotte von Kleinfahrzeug-Angeboten etwas ausgleichen.

Mit dem Jahr 2020 wird die Flottengrenze beim CO2 auf 95 Gramm als Zielwert sinken. Angerechnet auf die Fahreuge welche im Jahr 2018 importiert wurden, würde das für die Importeure viele hundert Millionen Franken an Bussengeldern einbringen, die Importeure wären nach wenigen Jahren pleite oder müssten die Gelder voll auf die Kunden umrechnen, sonst würde die Marge zerfressen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.