VW stoppt Pläne für Werk in Türkei

Anfang Oktober entschied sich der VW-Aufsichtsrat für Manisa in der Türkei als Standort für ein Werk in Osteuropa. Das lag auch daran, dass die türkische Regierung im Gegensatz zu anderen Ländern nicht an EU-Vorschriften gebunden ist, was Fördergelder angeht. So bot die Türkei VW 400 Millionen Euro Finanzhilfen und versprach, jährlich 40’000 Autos aus dem neuen Werk abzunehmen. Das machte die Wahl für die VW-Aufsichtsräte einfach.

Am letzten Dienstag hat man nach dem jüngst von der Türkei veranstalteten Einmarsch in Syrien um Kurden zu bekämpfen nun in Wolfsburg den Stopp eingeleitet, die Pläne für die Türkei-Fabrik sind gestoppt. Ob es weitergeht mit dem WErk in der Türkei wird davon abhängen, ob das Land für Kriegsgreuel verurteilt wird oder nicht. Falls ja, wird VW sicher kein Werk in der Türkei bauen können.

Nun sind verschiedene andere Länder des Ostens aufmarschiert um VW zu beeinflussen und ihre Länder als Standorte anzupreisen. Bulgarien und Rumänien würden das Werk gerne ins eigene Land holen, sind aber finanziell eingeschränkt, weil die EU mitspricht, was Subventionen betrifft. VWs geplantes Werk wäre für jeden der wirtschaftlich schwachen osteuropäischen Staaten ein Segen. Es geht um 6.500 Arbeitsplätze und entsprechende Steuereinnahmen, aber auch darum, das eigene Image für andere Konzerne zu verbessern.

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